Marquise - Olé ! (1. Teil)
Datum: 28.03.2025,
Kategorien:
Reif
... der Gartenseite symmetrisch gestaltet mit einer Veranda aus Eisen und Glas in der Fassadenmitte. Ihr Dach bildete eine kleine Terrasse fürs Obergeschoss. Der Eingang lag auf der Rückseite des Hauses. Die Marquise zog am Glockenzug. Ein heller Klang ertönte. Sie hörte Schritte. Er ist da - freute sie sich schon. Die Tür öffnete sich und eine schwarz gekleidete Figur erschien im Türlicht. Ja, er ist es. Ein Schmunzeln unter seinem Schnurrbart begrüsste sie. Mit seinem Unterlippenbart sah er wirklich wie einer der vier Musketiere aus. "Schön, dich wieder mal zu sehen. Komm doch rein!". Er streckte seine Hand aus und sie reagierte ebenso. Er nahm ihre Hand und führte sie zu seinem Mund und küsste sie. Sie war hingerissen und schlüpfte an ihm vorbei in den Korridor. Mit einer Hand auf ihrem Rücken führte er Sie ins Gartenzimmer, das er als Büro benutzte. Auf dem gelb umrandeten Teppich stand ein grosser Schreibtisch, vor dem rechten Fenster gab es noch einen Zeichnungstisch. In den Vitrinen an der Rückwand lagen stossweise Dokumentmappen. Er führte die Marquise an all dem vorbei zur Fensternische, die von der Sonne warm erhellt wurde. Zwei ledergepolsterte Sitzsofas standen sich dort gegenüber. Er bat die Marquise sich bequem zu machen und öffnete zugleich ein kleines Türchen in der Wandtäfelung. Mit der linken Hand ergriff er zwei Champagnergläser, mit der rechten eine kleine Flasche: "Du trinkst doch ein Schluck?" fragte er. Die Marquise nickte nur, setzte sich und schaute ...
... gegen die einfallenden Sonnenstrahlen, die sich auf ihrem schwarzen Lederjupe an den Wölbungen spiegeln. Er stellte die Gläser auf das Fensterbrett drückte den Zapfen der kleinen Champagner heraus bis er an die Decke knallte und schenkte ein. Dabei schmunzelte er, als ob er ahnte, dass etwas Vielversprechendes bevorstand. "Prost auf .... ja auf was denn? Du wirst es mir sicher gleich sagen, oder?" Die Marquise nahm einen Schluck und genoss den sprudelnden Saft in ihrem Mund und spitzte genüsslich ihren Mund. "Ja, wie soll ich es sagen", begann sie, "ich möchte dich um einen Dienst bitten." Er schaute sie erwartungsvoll an und nahm auch einen Schluck. "Ich werde auswandern", platzte die Marquise heraus. Er machte sofort ein trauriges Gesicht, als ob er sie nun das letzte Mal sehe. "Ich werde mir in Barcelona ein Haus kaufen - und ich möchte, dass du mir dort eines findest, das mir gefallen wird. Falls dann Anpassungen nötig sein werden, wirst du dann auch diese noch machen. Dem Architekten verschlug es die Sprache. "Alles natürlich gegen Honorar", sagte die Marquise und drehte sich zur Sonne hin. Dabei öffnete sich ihr Bolero und er sah durch ihr schwarzes Spitzenkleid ihre linke Brust durchscheinen. Er wusste nicht so recht, ob das nun eine beabsichtigte Doppeldeutigkeit war. Jedenfalls war er sehr angetan und war bereit auf das Abenteuer einzusteigen. "Du willst also, dass ich nach Barcelona fahre und dir ein Haus suche?" "Ja richtig." "Ja, das trifft sich gar nicht so schlecht, ...