Eine lebenslange Leidenschaft Teil 03
Datum: 30.07.2025,
Kategorien:
Fetisch
... einschlief.
Am nächsten Morgen schaute ich zunächst auf mein Handy, doch das begrüßte mich nur mit der Uhrzeit, dem Datum und der Gewissheit, dass niemand in der Nacht an mich gedacht hatte. In dem Moment konnte ich jeden verstehen, der durch das fehlende Gewusel auf dem Handy plötzlich eine einschüchternde Einsamkeit empfand.
Sie hinterließ immer eine Leere in meinem Leben, wenn sie nicht da war.
Ich nahm einen meiner Anzüge aus dem Schrank, ein weißes Hemd und Krawatte dazu, frühstückte mit Julia und machte mich dann auf den Weg zur Arbeit.
Die lange Fahrt machte es möglich darüber nachzudenken, was passiert war und obwohl ich ein schlechtes Gewissen hatte, genoss ich das Kribbeln im Bauch so sehr, dass ich beschwingt aufs Gaspedal trat ... und mit 130 in der 100er Zone geblitzt wurde. Verdammt. Auch noch an einer Stelle, an der Regelmäßig Blitzer standen.
Einen Moment lang dachte ich über die Konsequenzen nach: wäre ich jetzt nicht auf dem Weg zum Büro gewesen, sondern zu ihr, wäre mein Fehltritt dokumentiert, wahrscheinlich noch kaschierbar, aber mit gewissen Risiken verbunden. Der Gedanke erregte mich und ich beschloss, dass das Gefühl die „Strafe" wert war. Außerdem war ich ja nicht auf dem Weg zu „ihr" und so wählte ich lächelnd die Nummer meiner Sekretärin und begann mein Tagwerk.
Als Abends immer noch keine Nachricht angekommen war, plante ich cool zu bleiben, was auch bis zu dem Zeitpunkt funktiuonierte, an dem ich auf der Autobahn an ihrem ...
... Heimatort vorbeikam und ganz cool ein "war schön bei Dir, wollen wir mal gemeinsam kochen?" per SMS an sie schickte.
Endlich kam eine Antwort "Gerne, ich habe aber nur am Dienstagabend Zeit. Mein Sohn Jan ist auch da, der würde dann mitessen."
Ich dachte "Super!". Ich wollte eigentlich ein wenig an der Stelle weitermachen, zu der wir zuletzt aufgehört hatten, aber „Essen mit Deinem Sohn? Das wird ein langweiliger Abend" murmelte ich in meinen nicht vorhandenen Bart, schrieb aber gesittet "Toll. Ich freue mich darauf Jan kennenzulernen!"
Wir einigten uns auf 18.00 Uhr und Spagetti Bolognese mit Parmesan, weil die Jan so sehr liebte.
Ein paarmal überlegte ich noch, wie ich sie zwischendurch nochmal sehen könnte, oder wenigstens mal mit ihr sprechen, fand aber keinen Ansatz und verlegte mich auf die Vorfreude.
Am Dienstag war ich bereits um 17.00 Uhr im Einkaufszentrum um die Ecke und suchte fieberhaft nach einem Mitbringsel für einen 13-jährigen zu ergattern. Als Mensch ohne Kinder schien es mir eine schier unlösbare Aufgabe zwischen einem adäquaten Preis und einem Coolen Spielzeug abzuwägen. Es gelang nicht und so kaufte ich „Mario Party" für schlappe 30 Kröten. Stolz ließ ich es mir einpacken, nur um 10 Minuten später mit einem herzaufweichenden Lächeln und der Aussage. "Mario Party hab ich schon auf meinem Chip mit 100 Spielen." von Jan begrüßt zu werden. Treffer, versenkt! Außerdem - wie sich später herausstellen sollte - einer der wenigen Sätze, die ich an dem ...