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Flirt im Lager
Datum: 28.01.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
Flirt im Lager Ich weiß noch genau, wie ich Lasse das erste Mal wirklich sah. Klar, gesehen hatte ich ihn vorher schon zigmal — wie er mit seiner olivgrünen Latzhose Paletten im Lager herumfuhr, den Rücken krumm, die Haare verstrubbelt, das T-Shirt meist ein bisschen zu kurz, sodass man seinen schmalen, festen Bauch blitzen sah. Aber an dem Tag... an dem Tag sah er mich. Oder besser gesagt: meinen Senffleck. Ich stand an der Kantinentheke, Business-Bluse, Jeans, der Zopf straff genug, um meine Gedanken zu zügeln. Ich wollte mir bloß ein Frikadellenbrötchen holen. Brötchen, Senf, fertig. Ich beiße rein, Senf tropft. Natürlich. Ein dicker, gelber Klecks, mitten aufs Dekolleté. Und dann stand er da — Lasse aus dem Lager — Arme verschränkt, Zigarette baumelnd im Mundwinkel, dunkles Haar, diese klaren grauen Augen, die immer ein bisschen schläfrig aussahen, obwohl er morgens um fünf aufstand. „Du hast da was", sagte er. „Ja, Senf", knurrte ich. „Hm. Ist ja auch da, wo er hingehört." Er grinste. Ich spürte, wie meine Wangen glühten. Karrierefrau, Vertrieb — und der Typ mit den schmutzigen Fingernägeln bringt mich zum Erröten wie eine Konfirmandin. Ich hatte ihn schon vorher bemerkt: wie er sich durchs Lager bewegte, wie er schwere Kartons mit Leichtigkeit auf Paletten wuchtete, dabei seine Tattoos am Unterarm sichtbar wurden — eine simple Linie, ein altes Symbol, irgendwas, was ich nie ganz erkennen konnte. Seine Hände waren rau, Schrammen ...
... an den Knöcheln, Dreck unter den Nägeln. Und diese Stimme... immer ein wenig rau, als hätte er zu viel Zigarettenrauch inhaliert, dabei jung, keine 25, aber so geerdet, dass ich mich manchmal neben ihm wie eine Pappfigur fühlte. Er hatte mich aber auch gesehen: die Verena im Kostüm, die mit dem Stift im Mundwinkel und dem Kalender voller Kundentermine. Ich wusste, er hielt mich für eine Schreibtisch-Schnepfe, die „im warmen Büro sitzt, während wir uns im Lager den Rücken krumm machen." Aber er grinste, wenn er mich ansah. Und ich grinste heimlich zurück. Eine Woche später stand ich mit ihm draußen an der Rampe, Zigarette in der Hand, obwohl ich nie rauchte. „Du rauchst gar nicht, oder?" „Nee." „Warum dann?" „Weil du's tust." Er zog an seiner, sah mich an, als wollte er meine Gedanken aus meinem Hinterkopf ziehen. „Pass auf, Karrierefrau. So fängt das an. Erst eine Kippe, dann zwei. Und irgendwann liegst du barfuß in meiner Wohnung und fragst dich, warum du deinen Rock nicht mehr findest." Er wurde rot, wunderte sich anscheinend selber über seinen Mut. „Große Töne, Lagerjunge", murmelte ich. Wir tranken Kaffee zusammen — na ja, mehr lauwarmer Industriekaffee im Pappbecher. Er sah meine Hände an, meine Nägel lackiert, so brav. Seine Finger strichen dagegen immer wieder über seine Zigarette, als würde er gern etwas anderes anfassen. Ich liebte, wie er roch: nach Arbeit, Rauch, frischem Waschmittel. Kein teures Parfum wie bei Krüger. Kein ...