1. Flirt im Lager


    Datum: 28.01.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... am Telefon, der mich„meine Liebe" nannte.
    
    Mein Blick wanderte zum Handy, das am Fenstersims lag. Keine Nachricht von ihm. Seit gestern Abend nicht.
    
    Ich machte ein Foto von mir.
    
    Nicht perfekt.
    
    Mein Mund ein bisschen offen, mein Kragen halb auf, mein Blick: müde, aber wach.
    
    Ich tippte dazu:
    
    „Weißt du, was ich grad lieber hätte als kalten Bürokaffee?
    
    Deine Hand an meinem Hals.
    
    Und deine Stimme, die mir sagt, dass ich mich wieder in den Wahnsinn reinsteigere.
    
    Küsschen, Deine Bürostute."
    
    Ich schickte es ab.
    
    Legte das Handy weg.
    
    Und spürte in meinem Brustkorb dieses dumme kleine Flattern, das sagte:Möge er antworten. Oder auch nicht. Ich halt's aus. Beides.
    
    Wir stritten uns, weil ich wieder mal zu viel redete.
    
    Weil ich Angst hatte, dass er denkt, ich würde jemals bleiben.
    
    Weil er es hasste, dass ich mir immer eine Hintertür offen ließ — dabei wollte ich sie gar nicht nehmen, nicht wirklich.
    
    Er lehnte an der Spüle, verschränkte die Arme vor der Brust, während er versuchte, nicht zu brüllen.
    
    Ich hockte auf der Arbeitsplatte, meine Knie an die Brust gezogen, barfuß, weil ich meine Schuhe im Flur ausgezogen hatte, wie immer.
    
    „Warum, Verena? Warum kannst du nicht einfach mal sagen, dass du bleibst?"
    
    „Weil ich nicht lügen will. Ich bleib immer nur halb. Ich bin doch nicht die mit dem goldenen Schlüsselbund, der gleich alles abschließt. Ich bin der offene Karton, Lasse."
    
    Er lachte trocken, rieb sich über die Stirn.
    
    „Du machst ...
    ... mich wahnsinnig."
    
    Ich glitt von der Platte, stellte mich vor ihn, legte meine Hand auf sein T-Shirt, genau dort, wo sein Herz klopfte.
    
    „Ich weiß. Aber ich bin doch da. Jetzt. Mit allem, was ich hab. Ich halt dich nur nicht fest, weil ich nicht weiß, ob ich das kann. Aber ich geb mich dir, hier."
    
    Ich zog sein Shirt hoch, drückte mich an seinen Bauch, roch ihn — diesen warmen, erdigen Lasse-Geruch, der immer nach Arbeit und Nähe roch.
    
    Er sah mich an, als könnte er sich selbst nicht glauben, dass er mich nicht wegstieß.
    
    „Weißt du, was ich will?", flüsterte ich. „Ich will, dass du alles mit mir probierst. Alles, was ich nie konnte. Alles, was nie jemand wollte, weil er nur genommen hat."
    
    Er hob meine Kinnspitze mit zwei Fingern. Seine grauen Augen wurden weich, fast brennend.
    
    „Alles, was du willst, Verena. Aber nur, wenn du's wirklich willst."
    
    Wir gingen ins Schlafzimmer, stolperten fast über die Werkzeugkiste, in der noch die Handschellen lagen, über die wir beide kurz lachten.
    
    Ich ließ mich aufs Bett fallen, zog ihn mit mir, küsste ihn, bis mir schwindlig wurde.
    
    „Ich will es. Aber ich will, dass du's vorsichtig machst."
    
    Er verstand es sofort. Kein billiger Pornospruch, kein falscher Stolz.
    
    Nur Lasse, der in die Schublade griff, Gleitgel holte, so ruhig, als wäre es das Normalste der Welt.
    
    Ich lag auf dem Bauch, mein Kopf in der Kuhle seines Kissens, während er hinter mir kniete, eine Hand warm auf meinem Kreuzbein.
    
    „Sag sofort, wenn's ...
«12...161718...22»