-
Brauchtumspflege
Datum: 04.02.2026, Kategorien: BDSM
... unverkennbar. Ein leuchtend roter Mantel bedeckte ihn bis hinunter zu den Füßen. Er trug weiße Handschuhe und vor allem eine riesige Maske, die den gesamten Kopf bedeckte. Die Maske zeigte eine furchterregende Fratze, weit aufgerissene Augen, an ihr waren pechschwarze Haare befestigt, die dem Jokovolt fast bis zur Hüfte reichten. In der Hand hielt diese Figur ein riesiges Kuhhorn, in der anderen einen halbvollen Bierkrug. Der Wiefke hatte sich von Franziska abgewandt und wieder zu seinem Meister gesellt. Franziska fiel auf, dass man sie offenbar so festhielt, dass sie einen unverstellten Blick auf das ganze Geschehen rund um Frieda hatte. Offenbar wollten alle Beteiligten, dass sie, als das nächste Opfer, ganz genau sehen konnte, was ihr gleich ebenfalls blühen sollte. Mittlerweile hatte sich eine große Menschentraube gebildet. Männer und genauso auch Frauen standen um sie herum, grölten, johlten, trommelten voller Vorfreude. In der Mitte Frieda und sie selbst, Ihre Peiniger, die sie beide festhielten, der Wiefke und natürlich der Jokovolt. „Dieses Weibsbild wagt es, am Tage des Jokovolt die Straße zu betreten“ rief der Wiefke mit dröhnender Stimme in die Menge, während er theatralisch auf Frieda zeigte. Die Menge johlte. Männer pfiffen, Frauen, die es genauso gut hätte treffen können, schrien „züchtigt sie!“ Der Wiefke hob eine kleine Trommel über seinen Kopf und schlug sie mehrmals, um sich erneut gehör zu verschaffen. „Erschwerend kommt hinzu, dass diese Heuchlerin ...
... sich ungebührlich aufspielte als Wirtin und Stammtisch-Gründerin. Soll der Jokovolt dieses Weibsbild schwer strafen?“ Fragend blickte er in die Runde – und die Runde forderte begeistert, Frieda schwer zu bestrafen. Das ließ sich der Jokovolt nicht zweimal sagen. Der Wiefke hatte ihm das Trinkglas abgenommen und schon sauste das Kuhhorn schnell und heftig auf Friedas Hinterteil! Patsch! Das Auftreffende Horn verursachte einen deutlich hörbaren Schlag. Frieda, die immer noch von drei Leuten festgehalten wurde, zuckte zusammen, ihr entfuhr ein deutlich vernehmbares „Uff“. Franziska bekam eine Gänsehaut. Das war ganz eindeutig kein angedeuteter, symbolischer Schlag gewesen, sondern ein komplett durchgezogener, schmerzhafter. Und Frieda, die zugezogene Landratte, konnte sich nicht dagegen wehren, selbst wenn sie es gewollt hätte. Aber offenbar wollte sie es ebenso wie Franziska. Niemand hatte Frieda gezwungen, heute Abend auf der Straße herumzulaufen. Sie hätte sich problemlos in ihrer Wohnung verkriechen können, oder in der geschlossenen Strandbar, oder auf das harmlose Hafenfest am anderen Ende der Insel gehen. Aber sie hatte sich hier aufgehalten und damit allen klar gemacht, dass sie bereit ist, sich der Folter durch den Jokovolt auszusetzen. Mehr noch – als kleine lokale Berühmtheit, als eine, wie der Wiefke es genannt hatte, die sich ungebührlich aufspielte, war sie unter allen Frauen hier auf der Straße das offensichtliche Opfer. Wahrscheinlich wurde Frieda, seitdem sie die ...