1. Eine Ehe am Rande des Abgrundes und zurück


    Datum: 05.02.2026, Kategorien: Sonstige,

    Ich saß in meinem Auto und fuhr mit fast 180 km/h über die Autobahn in Richtung unserer Heimatstadt. Wer mich hätte sehen können, wäre wohl sofort von der Autobahn abgefahren, um sich in Sicherheit zu bringen. Ein kurzer Blick in den Rückspiegel meines Wagens zeigte ein vor Wut verzerrtes Gesicht, die Hände so um das Lenkrad gepresst, dass die Finger weiß waren. Außerdem war die gesamte Haltung von einer ungeheuren Anspannung geprägt.
    
    Und dann musste ich eine Notbremsung ausführen, weil eine Familienkutsche plötzlich auf die Überholspur ausscherte. Und ich erwachte aus diesem Gemütszustand. Noch mal geschafft und dann verließ ich die Autobahn und fuhr jetzt fast zu langsam zur nächsten Stadt. Kurz davor parkte ich auf einen kleinen Parkplatz an einer dort aufgestellten Bank und stieg aus.
    
    Es war noch recht warm und die Bank wurde von großen Birken und Linden beschattet. Ich setzte mich und achtete nicht darauf, dass die helle Hose meines Zweiteilers bestimmt zwei breite Streifen zusätzlich erhält. Auch mein helles Hemd wird einen breiten Streifen von der Rückenlehne bekommen. Es interessierte mich nicht, interessierte mich überhaupt nicht.
    
    Erst einmal versuchte ich mich etwas zu beruhigen. Es fiel mir ungeheuer schwer. Mit noch immer zitternden Händen nahm ich mein I-Phone und ließ den kleinen Film laufen, den mir ein Unbekannter gesandt hatte und der zweifelsfrei zeigte, dass meine geliebte Frau mit ihrem Chef fickte und was der Film auch deutlich machte, es ...
    ... genoss, von diesem Widerling tief und hart gefickt zu werden. So schien es wenigstens. Was die Sache noch schlimmer machte, in unseren Ehebetten Ehebruch beging. In den Betten, in den wir uns noch vor drei Tagen stundenlang und zart geliebt hatten, sie mir immer wieder versichert hatte, dass sie mich liebt, so liebt.
    
    Langsam sank mein Blutdruck und ich überlegte, wie ich reagieren will. Klar wurde mir, dass es zu einem Unglück kommen würde, wenn ich jetzt weiter nach Hause fahre und auf meine Frau treffen würde. Vielleicht noch von dieser umarmt und geküsst werde. Es war sicher, dass ich nicht nur verbal reagieren würde. Zu befürchten wäre, dass ich sie nicht nur von mir stoßen sondern ihr den Hals umdrehen würde.
    
    Kurzentschlossen setzte ich mich in den Wagen, fuhr in die vor mir liegende kleine Stadt und suchte mir ein Hotel. Hatte Glück und konnte ein schönes Zimmer mieten. Da ich mich beim Empfang des Films auf einer Dienstreise befand und diese abgebrochen habe, rief ich erst einmal die Geschäftspartner an, die ich nicht mehr besuchte und entschuldigte mich. Plötzliche Erkrankung und notwendiger Aufenthalt in einer Klinik. Alle bedauerten mich und wünschten gute Besserung.
    
    Dann die Firma angerufen und mitgeteilt, dass sie für mindestens eine, eher zwei Wochen ohne mich auskommen müssen. Begründen muss ich dort Nichts, denn die Firma gehört mir. Außerdem habe ich sehr gute Mitarbeiter, die es schon packen werden. Immerhin sind wir eine exklusives Werbeagentur mit einem ...
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