1. Eine Ehe am Rande des Abgrundes und zurück


    Datum: 05.02.2026, Kategorien: Sonstige,

    ... stehen. Und das gönne ich ihr nun mal nicht. Nicht in dieser Situation.
    
    Das Treffen mit meinem juristisch bewanderten Freund beruhigte mich auf diesem Gebiet sehr und brachte mich schon ein Stückchen weiter. Und ich begann mit den konkreten Vorbereitungen. Als erstes eröffnete ich ein Konto bei einer großen deutschen Bank, die mit der Bank, in der meine Frau arbeitete, nichts zu tun hatte. Dann überwies ich von unserem Konto bis auf drei Monatsgehälter meiner Frau alles Guthaben auf dieses Konto. Gleichzeitig kündigte ich die Vollmacht meiner Frau für die Geschäftskonten der Firma und versuchte, die Vollmacht für unser Anlagedepot so zu ändern, dass meine Frau keinen Zugriff mehr hat. Das war leider nicht ohne ihre Zustimmung möglich und so musste ich zu dem Hilfsmittel der Verschiebung der Guthaben und dem Verkauf der Anteile greifen. Sicher alles mit Verlusten verbunden, aber noch im Bereich des Erträglichen. Sicher war nur, dass meine Frau Kenntnis meiner Verfügungen spätestens am übernächsten Arbeitstag der Bank bekam. Mich würde ja die Reaktion interessieren.
    
    Aber es dauerte nur einen Arbeitstag und nicht sie sondern ihr Liebhaber reagierte. Erst versuchte er es in der Firma und dann unter meiner privaten Rufnummer. Ich ließ ihn ablaufen und fragte ihn doch ganz ruhig, was ihn das Alles angehe. Ich nehme an, dass meine Frau daneben stand und vor Wut zitterte. Wie sehr ich mich da irrte, erfuhr ich erst, als ich wieder zu Hause war.
    
    Ich war jetzt etwas ruhiger ...
    ... und machte mich auf die Socken und suchte in meiner Heimatstadt eine ansprechende Wohnung. Leider auch für mich mit meinen Verbindungen nicht so einfach und so kam ich auf den Einfall, mir einen Wohnwagen oder Ähnliches zu kaufen, zu leihen oder zu mieten. Da ich einen Wohnwagenverleiher gut kannte, rief ich den an und der hatte ein kaum zu überbietendes Angebot für mich. Er musste einen großen Wohnwagen, der schon seit Jahren an einem kleinen See fest steht, zurück nehmen und ist gerade mit dem Auf- und Ausräumen fertig und könnte mir den für einen anständigen Preis vermieten. Nur es ist eigentlich keine Dauerwohnmöglichkeit. Da ich das aber auch nicht wollte, schlug ich ein und schon beim ersten Ansehen fragte ich mich, was der Mensch eigentlich noch mehr brauchte und wollte.
    
    Nach einer erholsamen Nacht und einem kurzen Frühstück in einem Cafe, das einer Bäckerei angeschlossen ist, fuhr ich Heim und hoffte, dass ich meine Frau nicht antreffen würde. Leider weit gefehlt. Im Wohnzimmer traf ich meine völlig aufgelöste Ehefrau an. Und sie war nicht erst seit eben völlig aufgelöst.
    
    Ohne sie wirklich zu beachten, ging ich ins Schlafzimmer und von dort ins Ankleidezimmer, begann meine Sachen zu packen, die Koffer in den Flur zu stellen und ging dann noch mal in das Wohnzimmer und sagte meiner Frau, dass ich ausziehe und sie gerne ihren Liebhaber hier aufnehmen könne.
    
    Sie bat mich um ein Gespräch, wolle mir Alles erklären, es wenigstens versuchen.
    
    "Gabi, was willst du ...
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