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Träumen aber richtig
Datum: 11.02.2026, Kategorien: Romantisch
... niedergelassen um ihn nun vorsichtig zu reiten. Ceylin bekam von all dem nichts mit. Sie hat nie erfahren, wie sich die beiden geschiedenen küssten und streichelten. Nie erfuhr sie, wie Sabine zu ihrem Ex sagte: "Das habe ich so sehr vermisst!" Nichts von all dem hätte die Kleine auch verstanden. Was sie verstand war, dass am nächsten Morgen alles anders war. Ab nun schmusten sie zu dritt. Klaus ging Brötchen holen und Sabine deckte mit Ceylin den Tisch. Sie aßen zusammen und veränderten so ihr aller Leben. Klaus und Sabine mussten noch viel Müll beseitigen, der sich im Verlauf der Jahre in ihrem Leben angesammelt hatte. Sie lernten sich neu kennen, auch in Sachen Sex. Sie experimentierten wieder, wie in jungen Jahren. Ceylin war dabei der Hauptgewinner. Sabine war da sehr einfach gestrickt, als wieder neuer Erger vom Amt anrollte: "Du alter Sack. Frag mich jetzt und dann machen wir eben schnell!" "Was willst du denn jetzt schon wieder von mir?" "Unglaublich, wie kann ein erwachsener Mann nur so schwer von Begriff sein. Ceylin, sag du das dem Mann hier!" ...
... "Papa, du musst die Mama jetzt wieder heiraten! Was verstehst du da denn nicht?" Sabine und Klaus heirateten zwar erst mal auf die Schnelle, holten eine anständige Feier aber später, mit allen Freunden nach. Sie beantragten danach die Adoption, die dann auch endlich durchkam und somit Ruhe in das Leben der Drei brachte. Ceylin konnte die Kluft, zwischen Klaus und seinen ersten beiden Töchtern nicht schließen. Die beiden waren wohl doch zu sehr auf Abstand groß geworden und leider auch etwas verwöhnt worden. Sie wurden eben immer wieder mit Geschenken entschädigt, weil die Eltern keine Zeit hatten. Bei Ceylin war das nun anders. Sie erlebte ein sehr schönes und harmonisches Familienleben und hatte nicht mal die üblichen Wünsche. Im Kindergarten und in der Schule, wenn alle über Weihnachten, Geschenke usw. redeten, erzählte Ceylin vom Segeln und vom Motorrad fahren. Von der Clique und den Konzerten. Sie konnte die anderen so sehr fesseln, dass jeder glaubte, wenn sie sagte: "Guckt doch nur, was sollte ich mir denn noch groß wünschen? Ich habe doch schon alles!"