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Der Mond
Datum: 14.02.2026, Kategorien: Fetisch
Es war einer dieser Frühlingstage, an denen die Luft wie aufgeladen schien. Lauwarm. Schwer. Und irgendwie elektrisierend. Die Sonne war längst untergegangen, aber die Hitze hielt sich wie ein Schleier in den Räumen. Ich hatte die Fenster geöffnet, ließ die Nachtluft hereinziehen, während meine Freundin schon schlief. Sie lag nackt auf dem Bett, nur halb zugedeckt, die Decke zur Seite geworfen, als wäre selbst das zu viel. Ihre Haare klebten leicht am Nacken, die Lippen leicht geöffnet, ihr Atem gleichmäßig. Ich beobachtete sie aus der Tür heraus, bevor ich mich wieder an den Küchentisch setzte. Ein lauwarmes Bier in der Hand, mein Handy in der anderen. Ich scrollte gedankenlos durch Clips. Irgendetwas suchte ich. Ohne zu wissen, was. Bis ich plötzlich innehielt. Ein Video. Amateurhaft. Verwackelt. Der Titel war nichts Besonderes, aber irgendetwas daran zog mich hinein. Ich öffnete es. Die Kamera zeigte eine Lichtung im Wald. Nacht. Vollmond. Stille. Eine alte, moosüberwachsene Bank stand da -- und davor ein nacktes Mädchen, auf allen Vieren, das Gesicht im Schatten. Hinter ihr: ein älterer Mann. Dreckig. Breit gebaut. Sein Penis war groß, dick, ungepflegt. Und er nahm sie. Ohne Worte. Ohne Vorspiel. Einfach nur roh. Tiefe Stöße, rhythmisch, kraftvoll, kompromisslos. Sie gab keinen Laut von sich. Keine Gegenwehr. Keine Bitte. Nur Hingabe. Oder vielleicht Resignation? Ich wusste es nicht. Aber ich ...
... konnte nicht wegsehen. Ich spürte, wie meine Hand wie von selbst unter den Tisch glitt. Meine Erektion war hart, drängend. Ich wichste langsam, ließ das Video weiterlaufen, wieder und wieder. Es war schmutzig. Direkt. Und es machte mich wahnsinnig geil. Als ich kam, stand ich direkt am Fenster. Meine Hand tropfte, mein Atem ging flach. Und ich fühlte mich plötzlich... beobachtet. Aber da war niemand. Dachte ich. Zwei Tage später lag ein Umschlag im Briefkasten. Unscheinbar. Kein Absender. Nur mein Vorname, krakelig geschrieben. Ich spürte sofort, wie mein Magen sich zusammenzog. Irgendetwas an diesem Moment fühlte sich falsch an. Ich öffnete den Umschlag noch im Flur. Drei Ausdrucke. Grobkörnig. Aber deutlich. Ich -- nackt. In der Küche. Am Fenster. Die Hand an meinem Schwanz. Mein Gesicht beim Orgasmus. Jedes Detail war zu erkennen. Und dann, auf einem vierten Blatt, ein kurzer handgeschriebener Satz: „Ich weiß, was dich geil macht. Heute Nacht, zwei Uhr. Waldrand. Bring deine Freundin mit. Ich weiß, dass sie nicht verhütet -- und dass sie heute fruchtbar ist." Mein Herz begann zu rasen. Ich starrte auf das Papier, während mein Verstand versuchte, sich zu wehren. Niemand konnte das wissen. Dass sie nicht verhütete. Dass sie diesen Zyklus ihren Eisprung hatte. Nur sie -- und ich. Und eine einzige, dumme Nachricht, die ich in einem anonymen Forum geschrieben hatte. Ein ...