1. Eine unerwartete Entscheidung


    Datum: 21.02.2026, Kategorien: Romantisch

    ... sehr innig und später gespannt. Robert wurde verwöhnt und ich immer mehr in die Ecke gestellt, bildlich gesehen. Und Robert wurde ein verwöhntes Kind mit einer Tendenz zur schlauen Gemeinheit. Er schmeichelte den Eltern, bekam noch mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung und lernte schnell, die Schuld an sicher vorkommenden und nicht gewollten Verstößen gegen die elterlichen Regeln seinem Bruder, also mir in die Schuhe zu schieben. Alle Versuche von mir, es richtig zu stellen, endeten kläglich und in späteren Zeiten auch mit körperlichen Strafen. Später schaffte es Robert zielstrebig, mir all seine jetzt schon gewollten Streiche, aber auch kleine Gemeinheiten unter zu schieben und ich sah sein hämisches Grinsen, wenn mich die Strafe der Eltern, besonders des Vaters traf und das tat manchmal sehr weh.
    
    Nur gut, dass ich ein kluges Kerlchen war, schnell lernte und so begriff, dass es nichts nutzte, es richtig zu stellen und das Ergebnis war, dass ich mich noch weiter zurück zog und eigentlich nur aus mir herauskam, wenn ich bei den Großeltern zu Besuch war. Liebe, nette und kluge Großeltern, die mich wohl sehr liebten und sehr schnell erkannten, dass der zweite Enkel verwöhnt wurde und sich zum Schlechten entwickelt.
    
    Ich war in der Schule ein ruhiger, etwas stiller, sehr guter Schüler, der jedes mal sehr gute Zeugnisse mit nach Hause brachte. Robert war auch nicht dumm, aber faul wie die Sünde. Aber er schaffte es immer wieder, andere für sich einzuspannen und dadurch noch ...
    ... recht gute Zensuren zu erreichen.
    
    Während Robert alles, aber auch alles bekam, machen konnte was er wollte, ständig die Sportvereine, die Sportarten wechselte, durfte ich nichts, besser gesagt, meine Eltern trauten mir nichts zu und gaben kein Geld für Mitgliedsbeiträge usw aus.
    
    Nach einer sehr lauten Auseinandersetzung zwischen den Großeltern und der Tochter fragte die Oma mich, was ich in der Freizeit gerne machen würde und endlich konnte ich regelmäßig im Club Judo trainieren. Ich liebte diesen Sport., liebte es, dort in der Gemeinschaft mit den Sportfreunden zu sein und von den Trainern Lob und Anerkennung zu erhalten. Die Großeltern finanzierten es und freuten sich mit mir, wenn ich Erfolge verzeichnen konnte. Schnell stand fest, dass ich auf Grund meiner Größe, meines Körperbaus wohl nie zu den Spitzensportlern gehören würde, aber das schockte mich nicht. Ich war gerne beim Training, gerne in der Gruppe.
    
    Dann stand die Frage an, ob ich ins Gymnasium wechseln sollte und die Lehrer meiner Schule befürworteten es vehement. Nur meine Eltern waren da anderer Meinung. Sie meinten, dass ich schnell die Schule abschließen und eigenes Geld verdienen sollte. Die Auseinandersetzung zwischen den Eltern und den Großeltern endete damit, dass ich aufs Gymnasium ging und zu meinen Großeltern zog.
    
    Hier erlebte ich zum ersten Mal eine Familie, die mich liebte und mich förderte und forderte. Und ich gab Liebe zurück. Mit meinem Opa erlernte ich alles, was mit der Erhaltung des ...
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