1. Eine unerwartete Entscheidung


    Datum: 21.02.2026, Kategorien: Romantisch

    ... kleinen Häuschen, mit der Pflege des Grundstückes zu tun hatte und wurde gelobt und wenn ich Fehler machte, liebevoll getadelt. Ich fühlte mich wohl und gab zurück, was ich hier erhielt.
    
    Mein Opa übernahm die Vaterrolle und klärte mich auf und gab mir gute Ratschläge mit auf meinen Weg. Ratschläge, wie ich mit meiner Liebsten umgehen sollte und was das Beste war, er lebte sie mit seiner Frau vor. Immer liebevoll, immer auf das Wohl seiner Frau bedacht, nie schrien sie sich an, nie gab es irgendeine Tätlichkeit. Auch wenn sie unterschiedlicher Meinung waren, wurde es nie laut und es gab immer ein sehr liebevolles Vertragen nach einer ruhigen Diskussion.
    
    Ich war kurz vor dem Abschluss der Schule, als mein geliebter Opa einen Herzinfarkt erlitt und nach kurzem Krankenhausaufenthalt verstarb. Jetzt lernte ich und auch meine geliebte Oma meine Eltern richtig kennen. Leider hatte Opa den Rat eines Freundes nicht befolgt und kein Testament hinterlassen und meine Mutter wollte ihren Erbteil. Nach schwierigen Verhandlungen fand meine Oma ihre Tochter mit Geld ab und musste dazu noch einen kleinen Kredit aufnehmen.
    
    Die nächsten Wochen und Monate wurden schwierig und mehr als einmal meinte meine Mutter, dann verkauf doch das Haus und grinste dabei. Ich überlegte und überlegte. So konnte ich nicht studieren, denn von meinen Eltern würde ich keine Unterstützung erhalten und Oma kam gerade so über die Runde. Also musste eine andere Lösung her und ich begann eine Lehre bei einer ...
    ... guten kleinen Elektronikfirma in der Nähe. Oma war zwar nicht einverstanden, musste diesmal aber klein beigeben. An einem Abend saßen sie auf der noch vom Opa gebauten Terrasse und Oma lächelte mich an.
    
    "So, Junge, ich habe heute alles geklärt und habe mein Testament beim Notar gemacht. Außerdem habe ich heute den Notar gebeten, alles für die Umschreibung des Grundstückes auf deinen Namen vorzubereiten. Er ruft an und dann unterschreiben wir es. Dann ist alles sicher vor den Geiern. Noch mal sollen sie sich ihre Zähne ausbeißen. Sie bekommen Nichts, gar Nichts. Josef, ich habe dich für den Rest als Erben eingesetzt und du sollst alles bekommen, wenn ich mal nicht mehr sein sollte. Halt es in Ehren, es war für Opa sein All und Alles. Hier waren wir beide glücklich und ich verstehe gar nicht, wie sich meine Tochter so entwickeln konnte. Ich danke dir, dass du immer so lieb bist und besonders danke ich dir dafür, dass du es auf dich genommen hast und auf ein Studium verzichtet hast. Aber denk daran, du hast ein gutes Abi und solltest was daraus machen."
    
    Ich lernte gut, die Arbeit machte mir Spaß und mit meinem Lehrgeld trug ich dazu bei, dass sie langsam den Kredit abtragen konnten. Der Abschluss war sehr gut, aber meine Firma konnte oder wollte mich nicht übernehmen. So stand ich mit einem guten Abschluss als nunmehr 20zig Jähriger da und überlegte. Doch studieren. Mein Ausbildungsbetrieb sagte zu, dass ich dort jobben kann und ich schrieb mich an der Uni ein und studierte ...
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