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Die Dienstreise
Datum: 26.02.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... distanzierten Ausdruck -- doch der Vorstand wusste, dass hinter dieser Fassade mehr lag. Er musterte sie nicht plump, sondern beiläufig. Doch Chrissi spürte es trotzdem. „Sie wirken noch erstaunlich frisch nach so einem Tag", sagte er, mit diesem ruhigen, kontrollierten Tonfall, der keine leeren Worte zuließ. Sie lächelte knapp. „Das liegt wahrscheinlich an der Routine. Oder am Adrenalin. Vorträge halten wirkt irgendwie länger nach, als man denkt." Ein Moment der Stille. Das leise Summen des Aufzugs, das gedämpfte Licht, ihre Spiegelbilder, die enger zusammenstanden als sie selbst. Dann ein kaum merkliches Schaukeln, als der Aufzug kurz bremste und weiterfuhr. Chrissi verlor einen winzigen Moment das Gleichgewicht, fing sich sofort wieder. Seine Hand war schneller, lag kurz an ihrem Ellbogen, fest und selbstverständlich, als sei es die normalste Geste der Welt. Sie sah zu ihm auf. Naher, als sie gedacht hatte. „Danke", murmelte sie. „Gern", erwiderte er. Aber seine Hand blieb einen Herzschlag länger an ihrem Arm, als nötig gewesen wäre. Wieder Stille. Nur ihre beiden Atemzüge, die sich im engen Raum fast mischten. Der Aufzug hielt an und er folgte ihr fast wie ein Schatten auf den Flur. Offensichtlich hatte er sein Zimmer in derselben Etage. Der Flur war gedämpft beleuchtet, Teppich schluckte die Schritte, irgendwo klappte eine Tür, ansonsten herrschte Stille. Chrissi blieb vor ihrem Zimmer stehen, ihre Schlüsselkarte in der Hand. Sie ...
... drehte sich zu ihm, wollte eigentlich etwas sagen -- gute Nacht, schönes Gespräch, irgendetwas, das professionell genug klang. Doch die Worte blieben aus. Stattdessen ein Blick. Länger, direkter, als sie beabsichtigt hatte. Ein Atemzug Stille. Dann hielt sie die Karte an einen schwarzen Plastiksensor oberhalb der Klinke, ein leises Klicken, die Tür öffnete sich. Wortlos drehte sie sich um, trat ein -- und er folgte ihr. Ohne Drängen, aber auch ohne Zögern. Das Zimmer lag im Halbdunkel. Nur das Licht der Stadt drang durch den Vorhang, streifte die Konturen der Möbel. Der Duft von neutralem Hotelshampoo hing in der Luft, vermischt mit etwas, das nach Glühwein und teurem Aftershave roch. Sie standen sich gegenüber, zwei Silhouetten im Zwielicht. Chrissi legte langsam ihre Tasche auf den Schreibtisch. Ihr Pferdeschwanz saß noch straff, die Linien des schwarzen Hosenanzugs gaben ihr diesen strengen, kühlen Look -- und doch spürte sie die Spannung in der Luft, die sie kaum einordnen konnte. Er machte keinen Schritt auf sie zu. Er wartete. Sein Blick war ruhig, beherrscht, aber in der Ruhe lag diese unausgesprochene Erwartung. Chrissi atmete ein. Tief. Ihr Herzschlag war lauter als die Geräusche der Stadt draußen. Es war einer dieser Momente, in denen jedes Wort überflüssig war. Er trat näher an sie heran, sprach aber immer noch kein Wort. Mit einer selbstbewussten Bewegung öffnete er ihre Anzugjacke. Chrissi verstand das Zeichen und legte sie neben sich ...