1. Ein Ehebruch?


    Datum: 28.02.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... kein Ersatz für seine Künste. Deswegen bat er mich immer wieder, mir einen Liebhaber zu suchen, der mir meine Bedürfnisse erfüllen kann.
    
    "Ich kann mir das nicht vorstellen, einen anderen Mann dahin zu lassen, was dir vorbehalten ist. Außerdem ist das doch Ehebruch, oder?"
    
    "Nein, Ehebruch ist, wenn der Partner nichts davon weiß. Hier ist das doch einvernehmlich, ich weiß davon, ich schlage es sogar vor. Das ist doch dann kein Ehebruch."
    
    "Aber ich breche doch mein Versprechen, dir treu zu sein."
    
    "Aber du bist mir doch treu. Du bleibst doch aus Liebe bei mir."
    
    Lange diskutierten wir darüber, es dauerte bis er mich von dieser Überzeugung abgebracht hatte. Ich begann im Internet nach entsprechenden Möglichkeiten zu suchen und wurde natürlich auch fündig. Ein junger, gut aussehender Mann bot seine Dienste an, die Beschreibung gefiel auch meinem Mann. Er beschreibt sich als sehr rücksichtsvoll, zugeneigt und offen für alles. Er möchte gerne auf alle Wünsche eingehen. Das Wohlergehen seiner Kundinnen stehe bei ihm im Vordergrund. Also wollte ich es doch probieren.
    
    Es klopft an der Tür des Hotelzimmers wie vereinbart. Ich öffne erwartungsvoll die Tür und freue mich, dass das Profil stimmt: ein gut aussehender, junger Mann in perfektem Outfit, dezent aber passend gekleidet, sehr schön.
    
    "Hallo, ich bin Jonas, wie soll ich dich nennen?" stellt er sich vor.
    
    Ich heiße Jonas und bin 27 Jahre alt. Ich studiere hier an der Uni Volkswirtschaft. Meine Hobbys sind mein ...
    ... Studium, Sport und Frauen mittleren Alters.
    
    Wie kommt ein junger Mann zu der letztbeschriebenen Vorliebe? Nach dem Unfalltod meiner Eltern bin ich bei meiner Großmutter aufgewachsen, einer Frau, die das Leben liebte. Zusammen mit ihren gleichgesinnten Freundinnen hatte sie viel Spaß im Leben. Sie alle hatten ihre Männer frühzeitig verloren, aber nicht den Lebensmut. Sie waren die Übriggebliebenen, die keinen Mann mehr auf Dauer gefunden hatten oder finden wollten. In dieser Umgebung wuchs ich auf. Die vielen kleinen Episoden dieser Frauen machten mir im Laufe der Jahre klar, auch Frauen sind Menschen mit Sehnsüchten und Ansichten, lassen sich gern mal verwöhnen, haben aber sehr wohl eigene Vorstellungen vom Leben. Außenstehende würden sagen, sie sind eigen. Aber das sind sie nicht, jedenfalls nicht mehr als die meisten Männer, die ich in ihrer Umgebung gesehen habe. Vor diesem Hintergrund fand ich später doch viele Verhaltensweisen meiner Kommilitonen gewöhnungsbedürftig. Respekt gegenüber Frauen war nicht immer zu beobachten, Rücksichtnahme auch nicht. Und selten auch die Berücksichtigung ihrer Wünsche. Erstaunlicherweise konnten auch viele meiner Kommilitoninnen mit meinen Einstellungen nicht immer etwas anfangen. Aber gelegentlich traf ich auf Frauen mittleren Alters, die mit mir und diesen Ansichten gut zurechtkamen. Und ich auch mit denen.
    
    Eines Tages kam mein Freund Ben zu mir und meinte "Du, ich habe ein Problem. Vielleicht kannst du mir da helfen. Du hast ja schon ...
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