1. So schnell kann es gehen..


    Datum: 04.03.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... beigetragen und muss jetzt mit den Folgen klarkommen.
    
    Die ganze Zeit versuchte ich, Tobias zu erreichen. Aber meine Nachrichten wurden nicht gelesen. Als wir am frühen Nachmittag ins Hotel zurückkamen, fühlte ich, irgendwas stimmt nicht. Ich fand ihn nirgendwo. Ich machte mir Sorgen, ging schließlich aufs Zimmer. Und es traf mich wie ein Schlag in die Magengrube. Da stand nur noch ein Koffer. Seine Sachen waren weg. Ich lief zur Rezeption, fragte dort, ob eine Nachricht für mich hinterlassen worden wäre.
    
    Aber ihr Mann ist doch abgereist, aus beruflichen Gründen. Die Blicke, die sie mir zuwarfen, sprachen Bände.
    
    Ich konnte nur noch heulen. Was passierte hier denn grade?
    
    Er war weg, einfach so. Ohne überhaupt noch mal mit mir zu reden. Und dann kam doch noch eine Nachricht von ihm. Bin weg, stand da, mach, was du willst und mit wem du es willst. Aber ohne mich, ein "wir" gibt es nicht mehr. Ich gebe dich frei.
    
    Und dann auch das noch. Ich bekam keinen Rückflug. Alles ausgebucht, keine Chance, in den nächsten Tagen zurückzufliegen. Ich musste den Urlaub bis zum Ende wahrnehmen . Die Mädels kümmerten sich um mich, fingen mich auf. Ich verbrachte die Tage mit ihnen. Sandra wich mir nicht von der Seite. Sie sah, wie verzweifelt ich war. Ich schickte Tobias fast pausenlos Nachrichten, versuchte ihn zu erreichen. Nichts, keine Reaktion.
    
    Meine Gedanken kreisten immer nur um das Geschehene. Wenn ich ehrlich mir selbst gegenüber war, musste ich zugeben, dass auch ich ...
    ... meinen Mann zum Teufel gejagt hätte, wenn er sich so verhalten hätte wie ich. Allein der Gedanke...
    
    Dann noch ein unerwarteter Anruf. Marlene meldete sich. Mensch, sagte sie, ich dachte, ihr wärt auf Reisen. Heute morgen kommt Tobias zur Arbeit. Manfred meinte, mein lieber Mann, der ist aber scheiße drauf. Was ist los bei euch? Wo bist du?
    
    Ich brach in Tränen aus und schilderte ihr alles. Du hast was, pflaumte sie mich an. Ich versteh das aber richtig? Du lässt dich wie ein Flittchen von irgendeinem Wichser mit einem dicken Schwanz anmachen, flirtest mit ihm vor den Augen deines Mannes, lässt dich ficken und wunderst dich jetzt, dass Tobias im wahrsten Sinne des Wortes den Abflug macht? Sag mal, geht es noch? Mal an ihn gedacht, wie er sich dabei fühlt und so ganz nebenbei, vielleicht auch mal an deine Kinder gedacht?
    
    Sie las mir die Leviten, knallhart . Endlich kam der Tag der Abreise.
    
    Als ich zu Hause ankam, war niemand da. Unsere Kinder waren noch mit meinen Schwiegereltern an der See. Von Tobias keine Spur. Und dann sah ich in der Küche seinen Ehering auf dem Tisch liegen und daneben die Hausschlüssel. Mir wurde schlecht und ich musste mich übergeben. Dann fuhr ich zu meinen Eltern. Bei meiner Mutter angekommen, brach ich zusammen. Ich erzählte ihr alles und sie schüttelte nur den Kopf. Ich weiß, sagte sie, das willst du jetzt bestimmt nicht hören, aber um Himmels willen, was hast du dir dabei gedacht? Hast du überhaupt gedacht? Du weißt doch, was Tobias schon ...
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