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So schnell kann es gehen..
Datum: 04.03.2026, Kategorien: Ehebruch
... ich, ohne auch nur ein Wort mit meinem Mann über das, was passiert war, gesprochen hatte, meinen Mann wohl verloren hatte. Als ich spät nachts leise das Zimmer betrat, lag mein Mann im Bett. Still stand ich vor seinem Bett, wusste nicht, was ich machen sollte. Ich musste duschen, es ging nicht anders, fühlte mich schmutzig, schuldig. Unter der Dusche heulte ich nur noch und versuchte, abzuwaschen, was man nicht abwaschen kann. Ich machte mich fertig, legte ich mich leise neben ihn. Und dann passierte es. Kaum hatte ich mich hingelegt, stand er auf, wortlos, nahm seine Decke und verließ das Schlafzimmer. Warte bitte, rief ich leise, geh nicht. Komm bitte zurück ins Bett. Lass uns reden. Tobias Es wurde ein langer, quälender Abend. Ein Gefühl der Eifersucht, der Ohnmacht, der Enttäuschung und schließlich der Wut. Ich hatte das alles doch schon mal mitgemacht. Es wurde später und später. Die Blöße, hinzugehen, sie aus der Bar zu holen, wollte ich mir nicht geben. Dann, ich lag schlaflos im Bett, kam sie irgendwann. Stand noch etwas vor dem Bett, leise, ging ins Bad, duschte und legte sich dann zu mir. Ich konnte nicht anders, erhob mich und ging hinaus. Komm zurück ins Bett, hörte ich sie, geh nicht. Ich schaute ins Dunkel hinter mir. Schemenhaft sah ich sie im Bett sitzen. Nein, sagte ich zu ihr, dein Verhalten in der Bar, dein Tanz mit ihm, seine Hände, die dich abgriffen, dich anfassten an Stellen, an denen sie nichts zu suchen haben. Die Art, wie du ...
... dich an ihn gepresst hast. Deine Worte zu mir, die waren eindeutig. Der Fick in der Dusche. Du hast es ja noch nicht mal abgestritten, als ich dir vorwarf, dass du es in Gedanken mit ihm getrieben hast. Und dann, wie sagtest du doch, dann habe ich meinen Spaß ohne dich. Du wolltest deinen Spaß und ich denke, du hast ihn dir geholt. Mich, uns zur Seite gelegt. Ich weiß nicht, was dich angetrieben hat, so verändert hat, aber ich habe es dir gesagt, ich teile nicht. Und jetzt lass mich besser einfach in Ruhe. Eva Was er sagte, ganz ruhig, raubte mir den Atem und traf mich mit voller Wucht. Er hatte Recht, mit allem. Er ging davon aus, dass ich ihn betrogen hatte. Musste er ja auch. Ich hatte nichts dazu getan, was ihn von dieser Überzeugung hätte abbringen können. Ich weinte mich in den Schlaf. Am Morgen war Tobias nicht da. Ich machte mich fertig, ging zum Frühstück. Aber auch dort war er nicht. Die anderen saßen schon da und ich setzte mich zu ihnen. Sandra beugte sich zu mir. Alles ok, fragte sie, da ist doch was. Streit mit Tobias? Ich nickte. Wir wunderten uns schon, dass Tobias gestern Abend so früh gegangen ist. Eine Frage, sagte sie, führt ihr eine offene Ehe? Ich frage nur, weil du gestern Abend mit uns so gut drauf warst und wir, wie du sicher bemerkt haben wirst, das Ganze etwas lockerer sehen. Die anderen, einschließlich Walter, schauten mich auch an. Ich schüttelte den Kopf. Nein, keine offene Ehe. Und er teilt nicht. Entsetztes Schweigen in der Runde. ...