-
Die Jungs vom Schwarzen Mustang
Datum: 08.03.2026, Kategorien: Homosexuell männlich,
Ich war nicht auf der Suche nach dem Märchenprinzen, war schließlich auch erst achtzehn, aber ich wollte andere Jungs kennenlernen, und ja klar, auch Sex haben. Im Herbst hatte ich angefangen zu studieren und das erste Semester ging zu Ende. Abends traf ich mich mit Freunden in der Kneipe oder wir gingen ins Kino oder auf eine Party. Manchmal kam danach ein Junge mit zu mir oder ich ging mit zu ihm. Mein Bett war nicht besonders breit, aber wir brauchten auch nicht viel Platz. Wenn wir miteinander geschlafen hatten und der Junge neben mir lag, kuschelte ich mich an ihn, spürte seinen warmen Körper und lauschte auf seinen Atem. Was ich allerdings brauchte, war ein neuer Job. In dem Büro, ich dem ich gearbeitet hatte, hatte ich gekündigt, die Zeiten hatten nicht mehr gepasst. Ich machte mich also auf die Suche. Ein paar Tage vergingen, dann stieß ich im Internet auf eine Anzeige des Schwarzen Mustangs. Ich war wie elektrisiert. Dort war ich schon gewesen!! Eine schwule Kneipe -- dunkles Holz, glänzendes Messing und mit diversen geheimnisvollen Hinterzimmern, von denen ich nur vom Hörensagen wusste. „Aushilfe für unseren Gästeservice gesucht, gerne Student. Lukrativer Zusatzverdienst möglich. Aussagekräftige Bewerbung mit Bild." Im angegebenen Zeitraum hatte ich ohnehin Semesterferien. Die Anzeige war schon drei Tage alt. Aufgeregt überlegte ich. Ich erinnerte mich noch an die Kellner, junge Männer in T-Shirts und Lederschürzen. Ehe ich mich umentscheiden konnte, ...
... schrieb ich rasch ein paar Zeilen. Ich hatte noch ein Urlaubsfoto von mir, vom Strand, mit nacktem Oberkörper. Oder nein, lieber nicht, ich sah darauf viel zu jung aus. Jetzt war ich doch schon fast neunzehn. Außerdem hatte ich auf dem Bild noch meine alte Kinderfrisur. Neuerdings war ich an Schläfen und Hinterkopf rasiert -- seit kurzem auch unter den Achseln und zwischen den Beinen -- und trug die Haare auf dem Kopf zu einem Knoten aufgebunden. Also machte ich schnell ein Selfie, hängte es an und drückte auf Senden. Die Antwort kam am nächsten Tag. Ob ich Mittwochnachmittag zu einem Vorstellungsgespräch kommen könnte? Ich sollte den Termin bitte bestätigen. 1 Der Schnee knirschte unter meinen Füßen und es war kalt, März. Pünktlich zur vereinbarten Zeit betrat ich den Schwarzen Mustang. Ich hatte lange über ein passendes, „aussagekräftiges" Outfit nachgedacht und mich schließlich für Spray-ons und Lederjacke entschieden, außerdem meine neuen 10-Loch-Doc Martens und die silbernen Kreolen. Den Kajal ließ ich weg. Ich wollte auch nicht übertreiben. Es war Nachmittag und dämmerte bereits. Die Kneipe hatte noch geschlossen und war leer bis auf einen Mann, der den Boden unter den Tischen fegte. „Hallo, ich komme wegen der Anzeige für die Aushilfe." Der Mann richtete sich auf und sah mich mit großen Augen an. „Okay, das macht der Chef. Durch die Kneipe durch und hinten rechts." „Danke." Ich ging an Tischen und Tresen vorbei durch einen Flur nach hinten und ...