1. meine kleine Tochter


    Datum: 12.03.2026, Kategorien: Romantisch

    ... kennt ihren Vater nicht. Ich glaube, darauf müssen wir sie noch vorbereiten. Die Schwester ihrer Mutter, meine jüngere Tochter Ingelore hat die damals etwas über 2 Jahre alte Sahra zu sich genommen und erfüllt den Wunsch ihrer Schwester und ist ihre Mutter geworden. Wir sind so glücklich, dass es ein so liebevolles Verhältnis geworden ist. Die Beiden lieben sich wie Mutter und Kind. Bitte lass uns noch mal reden. Habe keine Angst, niemand wird dich zu etwas zwingen. Keine Verpflichtungen, auch keine finanziellen. Alles wird nach deinen Wünschen geschehen, aber zerstöre nicht dieses wundervolle Verhältnis. Melde dich bei mir."
    
    Jetzt wurde mir klar, warum mir die junge Frau am Krankenbett so bekannt vor kam. Vor jetzt über 10 Jahren war Ingelore, kurz Inge, ein wilder Teenager, dünn und immer etwas zickig, besonders dann, wenn sie mit mir zu tun hatte und ich hatte immer den Eindruck, dass sie mich nicht mochte und mir aus dem Weg ging. Ja, sie war eine hübsche junge Frau geworden. An diesem Tag hatte ich genug Informationen erhalten und brauchte wirklich Zeit. Man erfährt plötzlich, dass die Frau, die man sehr geliebt hat, gestorben ist und man ein schon recht großes Kind hat.
    
    Ich brauchte das Wochenende und noch länger und dann war mir klar, dass ich versuchen wollte, zu meiner Tochter Kontakt zu bekommen und möglichst zu einem richtigen Vater zu werden. Aber langsam und ohne etwas zu zerstören. Ich rief Hilde an und wir vereinbarten ein weiteres Treffen.
    
    Als ich ...
    ... am Tag der Entlassung von Sahra in das Zimmer kam, war Inge schon da und packte gerade den Rest der Sachen meiner Tochter ein. Sie sah mich lange an und kam dann zu mir, legte ihre Hand auf meinen Arm und sagte leise Danke. Ich wusste, dass es nicht nur für meine berufliche Tätigkeit war sondern auch dafür, dass ich zwar öfter nach Sahra gesehen hatte, aber immer zurückhaltend war. Ich bin ehrlich, ich hätte meine Tochter gerne in die Arme genommen und ihr erklärt, dass ich ihr Vater bin. Aber ich war mir auch klar, dass ich zwar der Samenspender oder Geber war, aber noch lange nicht der Vater. Übrigens ist sie wirklich meine Tochter. Ich habe meine Beziehungen genutzt und einen Gen-Test machen lassen. Ergebnis 99, 9999 % : Ja, ich wollte Gewissheit. Bin doch ein kleines Arschloch.
    
    Am nächsten Wochenende, an dem ich frei hatte, fand unser zweites Treffen statt. Ich konnte sogar kurze Zeit mit Sahra sprechen und sie zeigte mir stolz, was sie schon alles kann und zeigte mir ihr Zimmer.
    
    Anschließend tranken wir, d.h. Hilde, Inge, Sahra und ich, Kaffee und mein kleiner Wirbelwind zog dann los und ging mit einer Freundin in ihr Zimmer und gab uns Erwachsenen Zeit über die Vergangenheit zu sprechen. Ich erzählte den Damen über meine Motivation, Doris zu verlassen und in die Fremde zu gehen. Kurz umriss ich die Tätigkeit in den fast 10 Jahren und auch die Verwundung, die zum Ausscheiden führte.
    
    Dann erzählte Hilde, unterstützt und ergänzt von Inge, was ihnen Doris erzählt, ...
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