1. Süße Rache


    Datum: 12.03.2026, Kategorien: Romantisch

    ... noch mal kommen.
    
    Mit den Beiden ging ich in ein Cafe, das in der Nähe des Krankenhaus lag und während Tim einen Früchteeisbecher verschlang, tranken wir einen Kaffee und aßen ein Stück Torte. Dabei fragte mich Tina leise über meine Frauen aus. Nach einer guten Stunde gingen wir noch mal zu Susanne und blieben noch ein Stündchen. Beim Abschied bat sie mich, kurz zu bleiben. Tina war es wohl gar nicht recht, ging mit blitzenden Augen mit ihrem Bruder aber raus.
    
    "Martin, achte mir bitte auf meine Kinder. Tina ist nicht so stark, wie sie immer tut und Tim hat dich wirklich gern. Tu bitte Tina nicht weh, sie mag dich unheimlich. Ich danke dir, dass du mir vergeben hast und hoffe, dass wir uns bald wiedersehen. Wir brauchen jetzt jede Unterstützung, jeden Freund, um die schwere Zeit zu überstehen. Und es ist bestimmt noch nicht vorbei. Mein Mann ist ein rachsüchtiger Mensch, sehr jähzornig und außerdem ein schlechter Geschäftsmann. Da kommt noch was."
    
    "Susi, ich bin doch für deine Tochter ein alter Mann und könnte ihr Vater sein. Wenn überhaupt, dann ist es eine Schwärmerei und nicht mehr. Und ja, wo ich helfen kann, will ich helfen. Aber erwarte keine Wunder. Deinen Sohn mag ich übrigens sehr. Er ist dir gut gelungen."
    
    "Ja, Tim ist ein Lieber. Aber bei Martina täuscht du dich gewaltig. Bitte, bitte, denk an meine Worte. Pass bitte auf meine Kinder auf."
    
    Nachdenklich ging ich zu meinem Auto und traf dort die Beiden. Wir fuhren schweigend nach Hause und bevor ich sie ...
    ... zu ihrem Haus fuhr, lud ich sie ein, mit mir zu Abend zu essen. Tim war sofort dafür, Tina stimmte erst zu, als sie sah, dass Tim sich freute. Irgendwas lag ihr auf der Seele. Auch beim Essen in einer guten Gaststätte war sie sehr schweigsam und wenn sie sich unbeobachtet fühlte, sah sie mich fragend an. Mit einem kurzen Danke war sie dann mit Tim in ihrem Haus verschwunden und ich fuhr mit vielen Fragen zu mir und setzte mich mit einem Glas Rotwein in den Fernsehsessel und zappte durch die Programme.
    
    In der Nacht erlebte ich einen feuchten Traum, in dem Tina diesmal die Hauptrolle spielte. Morgens dachte ich an die Worte von Susanne und trotzdem schalt ich mich einen Narren, war mir aber klar, dass ich diese junge Frau begehrte und nicht nur, weil sie mich an Susanne erinnerte sondern weil sie sie war. Eine junge Frau, die sich ihrer Verantwortung bewusst ist und diese über alles stellt.
    
    Am Mittwoch fuhr ich mit Tim alleine zu seiner Mutter, da Tina Spätschicht hatte. Susanne sah immer noch sehr schlecht aus, freute sich aber über den Besuch. Als ich Abends nach einer kleinen Tour mit dem Rad zurück kam, sah ich noch, wie Tina gerade um die Ecke ging. Ich fuhr ihr hinterher und erreichte sie recht schnell. Sie sah verweint aus und als ich anhielt, fiel sie mir in die Arme und weinte herzergreifend. Erst nach einer Weile beruhigte sie sich und ich nahm sie an die Hand und ging mit ihr zu meinem Haus, setzte sie in einen Sessel und holte erst einmal eine Flasche Wasser ...
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