1. Süße Rache


    Datum: 12.03.2026, Kategorien: Romantisch

    ... wegnehmen und er müsse in ein Heim. Ihre Mutter liege schon so lange im Krankenhaus und ihr Vater wäre ja wegen der Prügel im Knast. Nur weil sie sich entschieden hat, für die Zeit des Krankenaufenthalts ihrer Mutter auf ihr Studium zu verzichten und im Markt zu arbeiten, zu Hause zu wohnen und auf Tim aufzupassen, dürfe er da bleiben. Das ist aber bei den Schichten nicht so einfach.
    
    Ich hatte ihr zwischenzeitlich ein Glas Wein angeboten, was sie ablehnte und nur ein Wasser annahm.
    
    Dann konnte ich meine Neugier nicht mehr bändigen und fragte sie direkt, ob ihre Mutter Susanne heißt. Sie bejahrte und ich meinte, dass ich die kennen würde. Aus meiner Jugend kennen würde.
    
    "Deshalb auch die Ähnlichkeit. Du siehst aus wie deine Mutter vor nunmehr mehr als 20zig Jahren. Genau so schön, na, noch schöner. Es tut mir leid, dass ihr so viel Leid erleben müsst. Natürlich werde ich nichts erzählen und wenn ich kann und ihr es zulasst, würde ich euch gerne helfen. Immerhin waren deine Mutter und ich ja mal in einer Clique."
    
    Sie bedankte sich noch mal für mein Verständnis und meinte nur, dass sie es schon schaffen würden. Als ich ihr anbot, sie nach Hause zu begleiten, es würde ja schon dunkel, lachte sie leise und meinte, dass sie keine Angst hätte. Mit den Worten, grüß mir Tim und sag ihm, dass er gerne. herkommen kann, wenn er alleine ist. Der Pool müsste nun auch bald warm genug sein.
    
    Sie sah mich groß an und dann war sie weg. Nachts war sie Mittelpunkt meines Traums. ...
    ... Morgen sah ich in den Spiegel und musste doch mit dem Kopf schütteln. Eine Frau, die meine Tochter sein könne und ein alter Mann. Ich muss doch spinnen.
    
    Am Freitag, ich kam gerade vom Einkauf fürs Wochenende, stand Tim vor meinem Grundstück und fragte, ob er wohl baden darf. Ich lachte und meinte, dass Tina dann doch mein Angebot gehört und an ihn weiter gegeben hat. Ob er denn Bescheid gesagt hat. Natürlich war die Antwort, viel zu schnell und zu einstudiert. Mal abwarten.
    
    Bella, ich wusste jetzt, dass es eine Hündin ist, wurde fest gemacht und dann fielen die Sachen. Tim hatte eine Badehose schon unter und war blitzschnell im Wasser. Mir war es eigentlich noch zu kalt, aber ihn störte es nicht die Bohne. Nach einer viertel Stunde meinte ich, dass er nun langsam raus kommen solle, sonst wären seine Lippen blau. In das zwischenzeitlich geholte Badetuch gehüllt, klapperten er doch leicht die Zähne. Ich machte mir einen Kaffee und nahm ein paar Kekse mit und reichte meinem Gast einen Kakao einer bekannten großen Marke. Er trank ihn mit Genuss und meinte, dass Tina den nie kaufen würde. Die kleine Packung Kekse verschwand genau so schnell. Innerlich musste ich doch lächeln.
    
    Dann wurde es mal wieder Zeit und ich brachte den kleinen Kerl mit dem Hund nach Hause. Auf dem Rückweg hielt ein Streifenwagen neben mir und zwei Beamte fragten mich nach meinem Verhältnis zu dem kleinen Tim. Sie hätten einen Hinweis erhalten, dass ich den Kleinen nach Hause gebracht habe und wollten ...
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