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Süße Rache
Datum: 12.03.2026, Kategorien: Romantisch
... fragte, was los ist. "Ach, Bella hat sich wieder los gerissen und ist hier auf das Grundstück gelaufen und kommt nicht wieder. Ich bekomme doch Ärger mit meiner Schwester, wenn er mir wieder weggelaufen ist." "Na, dann komm mal. Wollen doch sehen, ob wir die kleine Ausreißerin nicht fangen können." Mit Tim betrat ich mein Grundstück und ging mit ihm nach hinten auf die Terrasse. Dort war der kleine Ausreißer gerade dabei, frisch gepflanzte Blumen auszubuddeln. Sie hatte schon einige vernichtet und sah entsprechend aus. Tim lief zu ihr und riß sie von dem Beet und wollte schon mit ihr mächtig schimpfen. "Lass mal. Da kann sie gar nichts für. Ich habe mit Hornspänen gedüngt und das zieht sie mächtig an. Was zu retten ist, pflanzen wir gleich wieder ein. Du hilfst mir doch?" Ich zog mich um und brachte eine Flasche Wasser und zwei Gläser mit auf die Terrasse. Für den Hund goss ich wieder Wasser in die noch da stehende Schüssel. Dann sammelte ich die Blumen ein und musste feststellen, dass sie nicht mehr zu verwenden waren. Also nur die Löcher zugeschoben und das Beet geharkt. Wir saßen auf der Terrasse und tranken beide von unserem Wasser. Tim sah mich groß an und fragte dann leise, warum ich nicht mit ihm schimpfe. Sein Vater hätte schon lange rum gebrüllt. "Warum soll ich mit dir schimpfen? So schlimm ist der Schaden doch nicht. Die paar Blumen hole ich morgen vom Gartenmarkt und dann pflanze ich sie neu. Pass du auf, dass dein Hund sie mir nicht noch ...
... mal ausbuddelt." Ich sah auf die Uhr und fragte Tim, ob er denn nicht nach Hause müsse. Seine Eltern warten bestimmt auf ihn. Er sah mich lange an und dann begann er leicht zu weinen. Ich nahm ihn in die Arme und er erzählte mir leise, dass seine Mutter schon lange im Krankenhaus liege, weil sein Vater sie doll geschlagen hat. Dafür ist der jetzt im Gefängnis. Nur Tina ist noch da und die muss immer so lange arbeiten. Seine Mama sieht er erst am Sonntag wieder, wenn Tina mit ihm in die große Stadt fährt. Wenn sie denn Zeit hat. Auf meine Frage, wann seine Schwester denn nach Hause kommt, meinte er, erst spät, dann bin ich schon im Bett. Ich nahm ihn bei der Hand und meinte, dass ich ihn schnell nach Hause bringen werde. Dort schnell verabschiedet und wieder zurück zu mir. Ein schnelles Abendbrot und dann lies ich es mir gut gehen. Mit einem Glas Rotwein in der Hand dachte ich an das Schicksal des kleinen Tim und es wurde mir klar, dass ich doch eine sehr behütete Kindheit und Jugend hatte. In meine Gedanken schrillte die Hausklingel und als ich nach vorne ging, stand dort die jüngere Ausgabe meiner Traumfrau. Sie fragte leise, ob sie rein kommen könne. Natürlich kann sie. Ich ging gleich nach hinten und bot ihr einen Sessel zum Sitzen an. Sie erzählte mir, dass Tim auf sie gewartet hat und ihr das Malheur mit den Blumen erzählt hat. Sie wolle sich noch mal bei mir entschuldigen und mich bitten, davon nichts zu erzählen, denn dann würde das Jugendamt ihr den Jungen ...