1. Verlassen und Wiederfinden


    Datum: 15.03.2026, Kategorien: Romantisch

    ... angeblich nicht zum engen Kreis gehörten, eher Freunde von Freundinnen waren. Schon als ich mit Janett kam, hatte ich das Gefühl, dass die Beiden mich nicht möchten und es auch auslebten. Dabei flirteten sie sehr mit Janett, die sich zwar sehr zurückhielt, doch im Laufe des Abends und nach etwas mehr Sekt lockerer wurde. Es wurde getrunken, getanzt und das mit Allen. Eine ihrer Freundinnen, mit der ich gerade tanzte, meinte nur zu mir, dass ich auf Janett aufpassen soll. Alec, der eine der Jungs, wäre mal ein Partner von Janett gewesen und außerdem vertrage Janett nicht so viel Alkohol.
    
    Ich war gewarnt, schaute stärker auf Janett und griff dann ein, als es nach meiner Meinung zu weit ging. Janett hatte schon einen richtigen Schwips und Alec hatte seine Finger da, wo sie eigentlich nicht sein sollten. Und, was ich schrecklich fand, Janett ließ es nicht nur zu sondern es schien so, dass sie es genoss und sich immer enger an den Kerl schmiegte. Ich griff ein.
    
    Die sich daraus entwickelnde kleine Auseinandersetzung lief leider nicht so, wie ich es mir vorstellte. Nein, keine Schläger, aber ein verbaler Schlagabtausch und eine Janett, die mich anscheinend nicht verstand und Alec in Schutz nahm. Alles völlig harmlos, nichts passiert und so weiter, und so weiter.
    
    Als ich sie dann bat, mit mir nach Hause zu kommen, fing Alec zu lästern, dass ich doch kein Zuhause hätte. Ich sah Janett an und als sie nichts dazu sagte, hatte ich genug.
    
    "Gut Janett, da du auch der Meinung ...
    ... bist bzw nicht widersprichst, besorg ich mir jetzt eine Unterkunft. Ich wünsche noch einen schönen Abend."
    
    "Nun stell dich doch nicht so an. Es war und ist nichts gewesen und nun komm und feire noch mit uns."
    
    Ich sah sie nur an, nahm meine Jacke und ging. So was hatte ich nicht nötig. Ein Hotel war schnell gefunden, ein Zimmer für eine Nacht gemietet und noch kurz an die Bar und einen doppelten Whisky getrunken. Als ich beim zweiten war, legte sich eine Hand auf meinen Arm und ich sah in verweinte, schreckgeweitete Augen von Janett.
    
    "Bitte entschuldige, bitte verzeih mir. Ich hab mich wohl ziemlich daneben benommen. Bitte komm und verzeih mir."
    
    "Janett, nicht nur, dass du mit Alec rumflirtest und dich da anfassen lässt, wo es sich für meine Partnerin nicht gehört, nein, du lässt es zu, dass dieser Kerl mich demütigt. Ja, ich bin ein Nomade des Baus, kann nichts anderes, mag meinen Beruf und ja, ich habe kein Zuhause. Wie stellst du dir vor, wie ich wochen- und monatelang meinen Job machen soll, immer mit der Angst im Hinterkopf, dass meine Partnerin zu Hause ist und mit solchen Typen ausgeht, sich befummeln lässt und was weiß ich noch. Nein, das kann ich nicht. Zwar dachte ich, dass ich bei dir zu Hause bin. Aber das scheint nicht so zu sein. Also fahr in dein Zuhause. Ich schlafe hier und muss mir überlegen, ob und wie es weiter gehen kann."
    
    Janett ging weinend nach draußen, wo sie wohl von ihrer Freundin erwartet wurde. Ich trank meinen Whisky aus und ging auf ...
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