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Verlassen und Wiederfinden
Datum: 15.03.2026, Kategorien: Romantisch
... zu mir und sagte leise. "Glückwunsch. So direkt hat unser großer Chef es schon lange nicht mehr bekommen. Sie haben Mut und dann auch noch den Punkt getroffen. Mein Glückwunsch." Dann wurden wir in die allgemeine Diskussion eingezogen. Das Meeting dauerte noch gut 2 Stunden und dann waren die Herren weg. "Nils, du fährst noch mal auf die Baustelle und dann hätte ich dich gerne bei mir im Büro. Ruf mich an, wenn du auf dem Rückweg bist." Bevor ich noch was sagen konnte, meinte Frau Briten, dass sie gerne mitkommen würde. "Aber nicht so. Wir sollten uns umziehen." "Tut mir leid, aber ich habe mein Quartier noch nicht bezogen. Sie müssen mich daher so mitnehmen. Stiefel haben sie ja wohl im Auto." Sie kam mit, zog sich auf der Baustelle Stiefel an, die ihr zu groß waren und war eine ruhige Beobachterin. Auf der Fahrt von einem Schwerpunkt zum anderen meinte sie, dass sie dies oder das anders machen würde und wir sprachen darüber. Dumm war sie nicht und Ahnung vom Bau hatte sie auch, So vergingen die nächsten Wochen. Janett war meine ständige Begleiterin und mein Chef grinste immer wieder, wenn ich mich wehrte. Aber eigentlich wehrte ich mich nur zum Schein. Janett war eine super Begleiterin, immer gut drauf und beruflich ein guter Partner. Nur Einblick in ihr Privatleben ließ sie nicht zu. Bis auf ihr Alter, ihr Studium und dass sie nicht gebunden war, wusste ich kaum etwas von ihr. Und trotzdem fand ich es immer mehr super, ständig mit ihr zusammen ...
... zu sein. Langsam änderte sich unser Verhältnis. Oder sah ich es nur so? Sicher war ich in den letzten Jahren kein Heiliger gewesen, aber eine feste Bindung war ich nicht eingegangen. Wir waren nicht nur im Job zusammen sondern verbrachten auch die wenige Freizeit fast ausschließlich miteinander. Und sie gehörte langsam zur Truppe und brachte sich richtig gut ein. Eigentlich eine reine Männerwelt und auch noch ziemlich international. Es war nur gut, dass wir nicht total von der Außenwelt abgeschnitten waren, denn meine Kollegen aus den südeuropäischen Ländern waren bei Frauen keine Kostverächter und schon richtige Machos. Janett war zwar immer bemüht, ihre bestimmt vorhandenen weiblichen Reize zu verstecken, war aber doch eine Frau und daran änderte auch die Frisur und die Brille nichts. Da ich schon sehr eng mit ihr zusammen arbeitete, kam es schon mal zu einer körperlichen Nähe, die zwar unbeabsichtigt war, aber mich fühlen ließ, dass dort eine zwar nicht total schlanke, aber doch sehr gut proportionierte Frau vor mir stand. Im Zusammenwirken mit ihrem Wesen zog es mich schon an und ich flirtete wohl ohne bestimmte Absicht mit ihr. Das Aufblitzen ihrer Augen hätte mich warnen oder bestärken müssen, aber so weit war ich noch nicht. Nach einem guten halben Jahr machte Janett einen kurzen Urlaub verbunden mit einem Report in der Zentrale. So erzählte sie es mir und auch der Mannschaft. Und mir wurde in dieser Zeit klar, dass ich sie nicht nur als Kollegin sondern auch als ...