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Die Abenteuer der Maya Klein 10
Datum: 24.03.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... sehen." Wolfgang zeigte sich mehr als zufrieden. Er hatte sich einiges von seiner neuen Partnerin versprochen, aber dass sie so abgehen würde, hätte er nicht zu träumen gewagt. So stand er abseits, verteilte Visitenkarten an zahlreiche Interessenten und konnte kaum glauben, wie groß auf einmal die Nachfrage an seinem Kurs geworden war. Auch die Einnahme war entsprechend. Sie hatten zusammen 210 € eingenommen, die Leute schienen auf Nummer sicher gehen zu wollen, dass Maya wiederkam. In einer Stunde hatte Maya 105 € verdient! Sie konnte es kaum glauben. Wenn sie jeden Freitag den Kurs gab, würde sie also um die 400 € im Monat verdienen! Zusammen mit ihrem Einkommen aus Ausbildungsvergütung und Zulagen sowie der Unterstützung durch ihre Eltern hatte sie keinen Mangel mehr. Zumal sie ja auch noch während der Arbeit zu essen bekam und von den Henschels großzügig versorgt wurde. „Es ist unglaublich, Maya!", Wolfgang kam zu ihr und Wilma rüber, ging vor der Hündin in die Hocke und hielt ihr wie selbstverständlich seine offene Hand hin. „Ich habe keine Visitenkarten mehr! Dabei habe ich extra noch welche eingepackt gehabt. Wenn sich das rumspricht, sind wir beim nächsten Kurs dreimal so viele. Die Leute sind begeistert! Vielen Dank!" Er streichelte den großen Hund über seinen Rücken, stand auf und wandte sich Maya zu, die gerade die Leine vom Baum gelöst hatte. „Mir hat es auch Spaß gemacht, und wenn ich dann noch was damit verdienen kann, umso besser." Der junge ...
... Mann lächelte. „Wirst ein Gewerbe anmelden müssen, Maya. Für ein paar Leute kann man es unter der Hand machen, aber wenn da wirklich beim nächsten Mal 60 Leute auf der Rasenkante stehen, schaut das Ganze schon anders aus." Maya runzelte ihre Stirn. Sie hatte keine Vorstellung davon, was ihr eine Gewerbeanmeldung abverlangte. Sie äußerte ihre Bedenken, welche von Wolfgang sofort zerstreut wurden. „Du, ich besorge dir die Anträge und wir füllen sie gemeinsam aus." „Ich bin aber erst 17 Jahre alt." Der Fitnesscoach winkte ab. „Unterschreiben deine Eltern. Ich denke, sie werden nichts dagegen haben, wenn du dich sozial engagierst und auch noch Geld dabei verdienen kannst." Nein. Er hatte recht. Auch in diesem Punkt würden ihre Eltern sie unterstützen. Gerade damit sie einen Gegenpol zu dem anspruchsvollen Polizeidienst fand. Wie ihr Vater und ihre Mutter reagieren würden, wenn sie von den getöteten Verbrechern erfuhren, mochte sie sich dagegen nicht ausmalen. Wahrscheinlich würden sie die weitere Ausbildung sofort unterbinden. Gerade ihr Vater würde niemals dulden, dass sie sehenden Auges in eine Situation geriet, in welcher sie auf Menschen schießen sollte. Das stand seinem ganzen Fühlen und Denken zuwider. „Wenn du mir dabei hilfst, kein Problem." Sie lächelte. „Hat mich gefreut, Wolfgang. Dann bis zur nächsten Woche." „Lass uns zuvor noch einmal telefonieren! War super!" Maya winkte auch noch ein paar Leuten aus der Gruppe zu, welche noch beieinanderstanden, ...