1. Die Abenteuer der Maya Klein 10


    Datum: 24.03.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... überlegte kurz, dann verneinte sie zu Melissas Enttäuschung. „Nee. Ich will morgen nicht schon wieder in denselben Klamotten rumlaufen wie am Vortag. Gehen wir morgen raus! Ich freue mich auf die Gesichter, welche sie in der Klasse machen werden." Sie drückte die Freundin begeistert an sich. „Du bist so cool! Danke!"
    
    „Ein Kuss dafür! Auf meinen Mund!", forderte die Kollegin.
    
    Maya sah erschrocken auf sie herunter. War das Spaß gewesen? Sie reagierte verwirrt, dann aber kam es über sie. Was war schon ein Kuss?
    
    „Na gut. Aber nur als Dankeschön und rein platonisch." Maya beugte sich über Melissa, welche beide Hände nach ihrem Gesicht ausstreckte und sanft ihre Lippen auf die ihren drückte.
    
    Es traf Maya wie ein Schlag. Ein Kribbeln stand zwischen ihnen, begleitet von einem sanften Summen. Dazu die Feuchte von Melissas Lippen -- es entstand ein Gefühl zwischen ihnen, das sie so nicht gekannt hatte.
    
    „War schön. Gib es zu!" In Melissas Stimme klang der Triumph mit. „Das nächste Mal dann richtig mit Zunge."
    
    Verwirrt sah die Riesin auf die blonde Kollegin herunter. Sie zeigte sich fassungslos in diesem Moment, erschrocken darüber, dass diese Berührung etwas in ihr ausgelöst hatte.
    
    „Jetzt schwirr schon ab! Morgen müssen wir fit sein. Gerade wenn was sein sollte. Vor allem jetzt, wo Axel und Jule ausfallen."
    
    Der Stimmungswechsel kam für Maya viel zu schnell. Perplex sah sie auf Melissa herunter, stammelte etwas von einem „Okay!" und ging hinüber ins Bad, um sich ...
    ... wieder umzuziehen.
    
    „Türmchen?" Sandras Stimme klang vom oberen Treppenabsatz herunter. Wahrscheinlich hatte sie Wilmas Bellen gehört, als die Hündin Maya freudig begrüßt hatte.
    
    „Ja! Entschuldige bitte, es ist spät geworden."
    
    „Mir ist lieber, wenn du um diese Zeit kommst, statt gehst." Sandra kam ein Stück weit die Treppe herunter und staunte.
    
    „Wow! Man erkennt dich kaum wieder. Du siehst toll aus."
    
    Maya freute sich, drehte sich auf der Stelle und strahlte in die Richtung ihrer Gastmutter. „Hat Melissa mir gemacht. Sie kann das richtig gut." Sandra kam herunter, betrachtete Maya genauer und zeigte sich begeistert. „Meinst du, das bekommt sie bei mir auch so hin?"
    
    Maya war sich sicher. „Klar, warum nicht. Wenn ich sie darum bitte, sicher."
    
    „Frag sie unbedingt! Dann machen wir zusammen einen Mädelsabend, wäre auch für mich mal eine willkommene Abwechslung."
    
    Die Begeisterung Sandras tröstete sie über vieles hinweg, was der Tag mit sich gebracht hatte. Überhaupt war er verwirrend und in alle Richtungen besonders gewesen.
    
    Eine kurze Umarmung, dann deutete Sandra auch schon wieder auf die Treppe. „Komm! Lass uns schlafen gehen. Ich möchte mir nicht morgen von Lars wieder sagen lassen, dass ich aussehe wie ein Zombie."
    
    Die beiden Frauen wünschten sich im Flur noch einmal eine gute Nacht, dann trat Maya in ihr Zimmer. Wilma folgte ihr wie selbstverständlich, legte sich vor dem Bett ab und schien zufrieden. Für die Hündin war die Welt in Ordnung, wenn die ...
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