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Die Abenteuer der Maya Klein 10
Datum: 24.03.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... hochgewachsene junge Frau in ihrer Nähe war. Maya zog sich aus, suchte sich ein Höschen und Shirt, froh darüber, sich gehen lassen zu dürfen. Kurz Zähne putzen, dann würde sie endlich zur Ruhe kommen dürfen. Ein Blick auf die Uhr, vier Stunden Schlaf mussten reichen. Krass, dass es so spät geworden war. Wenig später lag sie im Bett, schaltete das Licht aus und ließ noch einmal ihren Gedanken freien Lauf. Melissa und der Kuss waren darin präsent, erst zum Schluss tauchten noch einmal Sascha und diese Margarethe darin auf. Krav-Magakurs im Park Selten hatte Maya solch eine Wut in sich verspürt. „Komme später", las sie die Nachricht Saschas in der Messenger-App ihres Smartphones. „Warum?", stellte sie die Gegenfrage, ihre Wut dabei offensichtlich werden lassend. „Du, ich bin noch bei Saskia. Ich habe ihr ein paar Löcher gebohrt und eine Lampe aufgehängt." Dass er so ausführlich antwortete, zeigte ihr klar, dass er begriffen hatte, wie wütend sie in diesem Moment auf ihn war. „Dann kommst du auch nicht mit zum Training?", stellte sie ihm eine weitere Frage. „Wie lange geht das denn?" „Bis 17 Uhr", antwortete sie ihm. Ihr Magen kollerte in diesem Moment, so aufgeregt war sie. Sascha schrieb: „Dann machen wir uns keinen Stress. Ich komme zu den Henschels, okay? Ich sehe es mir dann das nächste Mal an, was du dort machst." Maya antwortete nicht. Sie starrte auf das Display herunter und suchte irgendwie, ihrer Wut Einhalt zu gebieten. Warum rastete ...
... sie jetzt so aus? Letzte Woche war doch noch alles gut gewesen, oder nicht? Sie blickte auf die Uhr. Es war 14:30 Uhr vorbei. Um 16 Uhr sollte ihr Teil des Kurses beginnen, welcher eine Stunde lang gehen würde. Die Stunde zuvor würde Wolfgang übernehmen, so waren die Kursteilnehmer auch schon aufgewärmt, wenn sie mit ihrem Teil weitermachte. Sollte sie schon jetzt hingehen? Wenn sie hier im Haus blieb, würde sie sich nur weiter den Kopf zermartern. Die letzten Tage, sowohl in der Schule als auch in der Arbeit, waren ruhig gewesen, von dem Stützunterricht und dem Termin beim Psychologen einmal abgesehen. Für sie war das eher eine Belastung, denn so fanden ihre Gedanken zielsicher in Richtung Saschas und dessen Lernbekanntschaft. „Wilma! Komm! Wir gehen Gassi, Maus." Sofort wurde die große Hündin aktiv, hob ihren massigen Kopf vom Sofa auf, horchte, dann kam sie auf die Beine und begann sich zu strecken. Sie wedelte mit ihrem Schwanz und beobachtete nun jede noch so kleine Bewegung Mayas. Die holte schon das schwere Halsband, legte es der Hündin um, damit diese schon einmal die Sicherheit bekam, mitkommen zu dürfen. Sie selbst hatte sich schon umgezogen. Dezent geschminkt, ihre schwarzen Haare zum Kranz geflochten, trug sie einen schwarzen Sportzweiteiler aus engem Spandexstoff, dazu eine weiße Sportblusson, um ihr massives Dekolleté nicht zu sehr nach außen zu tragen. Selbst mit dem straffen Sport-BH zeichnete es sich unter der Jacke in aller Deutlichkeit ab. Ein ...