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1952, ein deutscher Student in den USA
Datum: 09.04.2026, Kategorien: Reif
... völlig falsche Vorstellungen von den Zuständen in Deutschland hatten. Hier wurde theoretisiert und das hatte nichts mit der Realität zu tun. Ich wurde schon etwas sauer! Nachmittags war ich mit meinem ersten Vortrag dran und ich preschte nach meiner Begrüßung der ca. 200 Zuhörer forsch voran. "Ich habe mir hier heute einige Vorträge angehört, meine Damen und Herren. Wenn auf Grundlage dessen Gelder verteilt und Entscheidungen getroffen werden, dann wird hier das Geld nach dem Gießkannenprinzip verteilt und Millionen an US-Dollar der amerikanischen Steuerzahler verschwendet. Ich zeige Ihnen jetzt einmal die Zahlen, die das deutsche Wirtschaftsministerium, das US-Militär, der Verband der deutschen Großindustrie und der Verband des Mittelstandes, sowie des deutschen Handwerks bereitgestellt haben. Sie werden sehen, dass diese Zahlen nicht sehr weit voneinander abweichen. Sie können diese Zahlen in meinem Buch nachlesen.". Ich hielt mein Buch hoch. Dann zeigte ich einige Charts und Zahlen und erläuterte welche Hilfen die deutsche Wirtschaft benötigte. "Der Marshall-Plan wurde u.a. darum entwickelt, um in Deutschland und anderen Ländern eine westliche Demokratie zu fördern und dafür zu sorgen, dass diese Länder sich nicht der Sowjetunion anschließen. Warum geben sie dann nur Geld? Deutschland benötigt Maschinen, Waren, die Infrastruktur muss wiederaufgebaut werden. Warum liefern die USA nicht diese Waren? Liefern sie Maschinen, Strumpfhosen, Zigaretten, ...
... Feinstrumpfhosen, Kosmetikprodukte, Motorräder, Autos, Baumwolle, Jeans, Kleidung, Bügeleisen, Kühlschränke, ..." "Die deutsche Bevölkerung wird mit ihren Milliarden an Geldern eine funktionierende Wirtschaft aufbauen und die Menschen werden zu Geld und Wohlstand gelangen. Davon müssen die Vereinigten Staaten profitieren! Wenn sie nur Geld geben, so werden die industriellen schauen, wo sie die Maschinen herbekommen. Vielleicht kaufen sie Maschinen in Polen, der CSSR, in Ungarn oder sogar in der Sowjetunion. Natürlich wäre es schön, wenn die Bundesrepublik die Waren nur in westlichen Ländern kaufen würde, aber so denkt ein Industrieller nicht und der Inhaber einer mittelständischen Firma auch nicht! Diese Unternehmer brauchen schnell Maschinen und Rohstoffe, um produzieren zu können und Geld zu verdienen. Woher die Maschinen oder Rohstoffe kommen, ist einem Unternehmer egal, solange sie qualitativ und preislich gut sind. Die USA könnten viel stärker von Europa profitieren und Gelder zielgerichteter zum Wiederaufbau der westeuropäischen Wirtschaft einsetzen, wenn sie mit den richtigen Zahlen arbeiten würden. Und diese Gelder könnten zu einem Großteil zurück in die USA fließen, wenn Amerika mehr Maschinen, Rohstoffe, Waren und Lebensmittel liefern würde." Ich zeigte noch einige Zahlen und zeigte auch einige Zahlen, die zeigten wie Gelder des Marshall-Plans falsch eingesetzt wurden. Ich schloss mit den Worten: "Entschuldigen Sie meine harten und deutlichen Worte, aber ich als ...