1. 1952, ein deutscher Student in den USA


    Datum: 09.04.2026, Kategorien: Reif

    ... schon irre geil.
    
    Ich hatte viel Zeit auf dem Schiff und so bereitete ich meine Vorlesungen vor. Damit hatte ich nachdem die Profs mir das Angebot einer Gastdozentur gemacht hatten, bereits begonnen und während der Schiffsreise wurde ich fertig damit. Ich wollte in den USA möglichst viel Zeit für mein Studium und die Forschung haben und ich fühlte mich gut vorbereitet.
    
    Nach 6 Tagen kamen wir in New York an. Bei der Einfahrt in den Hafen sah ich die Freiheitsstatue. Die Einreiseformalitäten waren schnell geregelt und ich fuhr, nachdem ich mich durchgefragt hatte, zu meiner Unterkunft.
    
    New York war riesig! Unglaubliche Hochhäuser und es waren so viele Menschen auf den Straßen. Es war eine komplett neue Welt für mich. Ganz andere Dimensionen als in Deutschland! Ich war etwas überfordert mit dem Gewimmel auf der Straße, den vielen Menschen und der Lautstärke, aber auch fasziniert von den Gebäuden und der Energie, die diese Stadt ausstrahlte.
    
    Ich besichtigte New York. Manhattan, den Times Square, Soho, Chinatown, ich sah mir ein Theaterstück am Broadway an, ging in Museen, ich lief durch den Central Park, ich fuhr mit der Fähre nach Staten Island und ich probierte ganz neue Sachen aus. Ich aß zum ersten Mal chinesisch. Leute aus dem Hostel nahmen mich mit zu einem italienischen Restaurant und ich aß zum ersten Mal Pizza. Ich probierte Hamburger und Hot Dogs.
    
    Ich ging in die Geschäfte und das Warenangebot war riesig! Werbung, blinkende Lichter, Autoschlangen, ... Es ...
    ... war überwältigend und ich machte viele Fotos.
    
    Überraschend viele Deutsche lebten in New York, die neugierig waren wie die Lage in Deutschland zur Zeit war.
    
    Nach vier Tagen reiste ich nach Philadelphia, dann nach Washington und ich besichtigte die Städte. Das weiße Haus, das Capitol, ...
    
    Danach war ich ziemlich erschöpft und ich reiste bereits einen Tag früher nach Virginia Beach.
    
    Dort machte ich zum ersten Mal einen kurzen Strandurlaub. Ich checkte in einer kleinen Pension ein und ich verbrachte ein paar Tage mit Schwimmen und Lesen am Strand. Ich sah mir die amerikanischen Lokale an, ging in ein Diner, las die amerikanischen Zeitungen, ging ins Kino.
    
    Auch wenn mein Englisch sehr gut war, so war es dennoch gut viel Englisch sprechen zu müssen.
    
    Nach fünf Tagen wurde es mir zu langweilig am Strand und ich nahm den Zug nach Charlotte.
    
    Mein Zimmer im Studentenwohnheim war spartanisch eingerichtet, aber es lag gut, mitten auf dem Campus. Es erwartete mich überraschenderweise einiges an Post!
    
    Die Foreign Operations Administration in Washington war interessiert an weiteren Informationen und fragte, ob ich dort an einem Kongress teilnehmen wolle und Vorträge zu dem Thema halten könnte und an einem Austausch mit den dortigen Mitarbeitern interessiert sei.
    
    Die Harvard University lud mich ein, einen Gastvortrag zu halten. Darüber würde ich mit meinen Professoren sprechen.
    
    Die Universität in Charlotte war ein riesiger Unterschied zu Würzburg, denn hier war ...
«12...8910...22»