1. 1952, ein deutscher Student in den USA


    Datum: 09.04.2026, Kategorien: Reif

    ... der Campus wie eine kleine Stadt, mit Sportplätzen und Turnhallen, Bibliotheken, Geschäften, Restaurants, Cafés, ...
    
    Hier hatte man kurze Wege und nicht wie in Würzburg, wo die Universitätsgebäude über die ganze Stadt verteilt lagen. Hier lief niemand in abgetragener Kleidung herum. Die Wirtschaft der USA boomte und die Menschen verdienten gut und der Wohlstand der Amis war überall zu sehen. Die Leute waren alle sehr nett!
    
    Ich besichtigte die Stadt und auch sie war riesig, ca. 7x so groß wie Würzburg. Wolkenkratzer, aber auch sehr viele Parks und Bäume. Viel Grün und viel Sonne! Die Stadt gefiel mir mit den ganzen älteren Gebäuden, aber auch den Wolkenkratzern, auch wenn ich mich an die Größe der Stadt noch gewöhnen musste!
    
    Ich erkundete den Campus und ich prägte mir ein wo die unterschiedlichen Fachbereiche saßen. Dann traf ich mich zu einem Kennenlerntreffen mit einem meiner Profs und ich legte dem Dekan des Fachbereichs den Plan für meine Vorlesungen vor, den er gut fand! Auch er hatte vorab ein englisches Exemplar meiner Diplomarbeit erhalten.
    
    Ich fragte meinen Prof bezüglich der Einladungen und ob Vorträge in Washington und in Harvard zeitlich möglich wären. Er sagte, dass das kein Problem sei und er gab mir Tipps bezüglich der Höhe des Honorars, zzgl. der Reisekosten.
    
    Echtes Interesse spiegele sich dadurch, dass die entsprechenden Institutionen bereit wären meine Flug- und Übernachtungskosten zu übernehmen, sowie ein Tageshonorar von 100 $.
    
    Die Foreign ...
    ... Operations Administration bot am Telefon direkt an die Übernachtungskosten bis zu 30 $ pro Nacht, sowie die Flugkosten zu übernehmen und sie boten mir einen Tagessatz von 130 $ an. Sie buchten mich für drei Tage.
    
    Ich telefonierte mit Harvard und sie boten mir die Übernahme der Übernachtungs- und Reisekosten an, sowie eine Pauschale von 180 $ für zwei Vorträge. Ich verhandelte und schließlich einigten wir uns auf 220 $ für 2 Tage, die ich im Anschluss an meinen Aufenthalt in Washington dort verbringen würde.
    
    Hans konnte hier niemand aussprechen und da er die Kurzform von Johann war, wurde ich schnell zu John!
    
    Die Studentinnen, aber auch die Amerikanerinnen allgemein waren sehr hübsch gekleidet. Röcke und Kleider im Rockabilly-Stil, Bleistiftröcke, Röcke, die kurz oberhalb der Knie aufhörten, taillierte Kleider, und dazu Pumps. Die Arme oder Schultern waren oft unbedeckt.
    
    Die Studenten trugen gern Jeanshosen und dazu Lederjacken, aber alle Dozenten waren sehr förmlich gekleidet mit einem dreiteiligen Anzug, Hemd und Krawatte.
    
    Da ich Vorlesungen halten würde, musste ich mich da wohl anpassen und so kaufte ich mir einen dreiteiligen Tweed Anzug für 45 $.
    
    Bevor das Semester losging, brachte ich die erste Bestellung von 400 Exemplaren zu meinem Kontakt in Fort Bragg. Zudem besuchte ich dort weitere Händler und innerhalb von 2 Tagen waren meine 800 Exemplare verkauft.
    
    Mein Gewinn betrug immerhin 210 $.
    
    Das Herbstsemester begann fast schon, aber wir erhielten ...
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