1. Lea und Niko - Das Experiment (Kapitel 7)


    Datum: 11.04.2026, Kategorien: Voyeurismus / Exhibitionismus

    ... Sie rutschten. Lea verlor kurz das Gleichgewicht, landete halb auf Niko. Ihre Haut berührte seine, und für einen Moment… blieb sie liegen. Beide hielten die Luft an. Dann der Klick. Foto gemacht. Und ein kurzes, leises Lachen.
    
    „Zwei noch“, flüsterte Niko. „Dann sind wir safe.“
    
    Sie versuchten die dritte – eine Position, bei der Lea auf seinem Schoß sitzen sollte, die Arme nach hinten gestreckt, während er sie stützt. Es war in der Enge der Nische unbequem, aber nicht unmöglich. Als sie sich auf ihn setzte, merkte sie, wie angespannt er war. Und warm.
    
    Dann kam Bewegung in den Raum – Schritte, Stimmen in der Ferne.
    
    „Jetzt oder nie“, murmelte sie.
    
    Gerade als sie die vierte Stellung einnahmen – eine komplizierte Verschlingung mit etwas zu viel Hautkontakt – hörten sie das dezente Räuspern. Beide zuckten instinktiv zusammen. Lea sprang fast ein Stück zurück, Niko versuchte, seine Haltung schnell in etwas weniger Intimes zu verwandeln, als würde er sich einfach nur nach einem Buch auf dem untersten Regalbrett bücken.
    
    „Entschuldigung...“, sagte eine Stimme. Ruhig, aber mit einem deutlich tadelnden Unterton.
    
    Die beiden blickten hoch. Vor ihnen stand nicht etwa die Bibliothekarin – sondern eine jüngere Frau, vielleicht Anfang dreißig, mit großen Brillengläsern, einem Bücherstapel im Arm und einem irritiert hochgezogenen Augenbrauenpaar.
    
    Lea schaltete als Erste. Sie strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr, lächelte charmant. „Oh! Wir wollten gerade ein Bild ...
    ... machen – für ein Uni-Projekt. Und, äh, wir haben den Selbstauslöser vergessen. Total blöd.“
    
    Die Frau sah erst sie, dann Niko an, dann auf das geöffnete Buch mit der Illustration und schließlich wieder zurück.
    
    „Ein... Kunstprojekt?“
    
    „Interdisziplinäre Auseinandersetzung mit Körperwahrnehmung und Bewegungsästhetik anhand klassischer Darstellungen“, warf Niko trocken ein, ohne zu zögern. Er sagte es mit derartiger Überzeugung, dass es fast schon glaubwürdig klang.
    
    Die Frau schwieg. Dann, etwas zögerlich: „Soll ich… ein Foto machen?“
    
    Lea tat überrascht – aber erfreut. „Das wäre großartig! Nur, wenn es keine Umstände macht?“
    
    Ein leises Seufzen. Dann nickte die Frau. „Okay. Ich kann fünf Minuten.“
    
    Niko reichte ihr das Handy. „Hier, einfach zweimal tippen – der Fokus ist auf uns gestellt.“
    
    Die Fremde trat einen Schritt zurück, prüfte die Perspektive, und sagte dann knapp: „Bereit?“
    
    Sie nahmen wieder Position ein – diesmal mit deutlich mehr Abstand als zuvor. Das Foto entstand, ein leises Klick. Noch eins. Dann eines mit einem schelmischen Lächeln von Lea, die sich demonstrativ die Haare aus dem Gesicht strich.
    
    „Danke!“, sagte sie, als sie das Handy zurücknahm.
    
    „Keine Ursache“, kam es trocken zurück. „Aber… vielleicht ein bisschen diskreter beim nächsten Mal.“ Und mit einem vielsagenden Blick auf das Kamasutra-Buch drehte sie sich um und verschwand wieder zwischen den Regalen.
    
    „Das war knapp“, murmelte Niko.
    
    „Ziemlich souverän gerettet, würd ich ...
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