1. Der Duftbaum


    Datum: 17.04.2026, Kategorien: Sonstige,

    ... bitterlich. Ich zog sie hoch und umarmte sie. "Mein Chef, ich habe mit meinem Chef gefickt. Wie konnte das passieren?" Ich konnte nichts anderes tun, als sie zu trösten.
    
    Es klopfte an der Tür. Noah kam herein. "Ist alles ok, es tut uns leid, obwohl wir nicht wissen, was passiert ist." Ich schaute Nadine an, sie nickte. "Der Mann gerade ist Nadines Boss."
    
    "Ach du Kacke", rutschte ihm heraus. Kann ich etwas tun?" Ich sah Nadine an. "Ich habe ihm gesagt, wir treffen uns gleich an der Bar. Ihr müsst hier und heute noch miteinander reden. Sonst funktioniert gar nichts mehr." Sie nickte wieder und drehte sich zu Noah. "Sag ihnen bitte, ich komme gleich."
    
    Zehn Minuten später saßen wir zu viert am Tisch. Alle waren in Handtüchern verpackt. "Frau Gerber, angesichts des Geschehens sollten wir uns duzen, wenn wir allein sind. Dirk ist mein Vorname." Er hielt ihr die Hand hin. Nadine schlug ein.
    
    "Gleich vorab, es ist eine sehr eigenartige Situation. Zum Glück konnte ich mich etwas fangen. Meine Frau Helga und ich sind seit 30 Jahren Swinger und besuchen im Urlaub gern gute Swingerclubs. Natürlich habe ich, wie auch du, nicht damit gerechnet, jemanden aus unserem Haus hier zu treffen." Er hatte einen Whiskey vor sich stehen und trank ihn in einem Zug aus.
    
    "Ich bin so froh, dass ich dir schon vor 8 Wochen mitgeteilt habe, dich zu meiner rechten Hand zu machen und dich langfristig als meine Nachfolgerin sehe. Und daran ändert sich aus meiner Sicht auch nichts." Seine Frau ...
    ... stellte ihm einen zweiten Drink hin, den er auch in einem Zug leerte.
    
    "Ich bedauere die Situation, aber nicht, dass ich diesen wunderschönen Körper zumindest kurz haben konnte. Sie, du bist wirklich eine Schönheit. Ich möchte, dass wir das als Beginn einer freundschaftlichen Beziehung nutzen. Wir können uns blind vertrauen, nachdem wir uns so gesehen haben. Mir wäre daran sehr gelegen."
    
    Nadine, die mittlerweile durch das vierte Glas Sekt auch wieder locker war, sagte plötzlich schelmisch lächelnd: "Du meinst, was du gesehen hast, ich habe nur gespürt, nichts gesehen."
    
    Dirk schaute verwirrt, verstand und lachte lauthals. Dann stand er auf, nahm sein Handtuch weg und drehte sich vor Nadine.
    
    Wir räumten nach 30 Minuten das Feld, Nadine hatte die Lust verloren, was mehr als verständlich war. Im Hotel betrank sie sich und schlief schluchzend in meinen Armen ein.
    
    Die Rückfahrt war schwer, sie meldete sich die nächste Woche krank. Ich selbst meldete mich in der Zentrale ebenfalls ab. Am Donnerstag klingelte es und Dirk stand vor der Tür, ich bat ihn hinein. Auch er wirkte nicht glücklich. Nadine richtete sich etwas her und kam ins Wohnzimmer.
    
    Die beiden saßen sich gegenüber und es kam kein Ton raus. Es wurde echt peinlich und mich nervte das. Um beide aufzuwecken, wählte ich bewusst einen derben Tonfall. "Was ist los mit euch beiden? Ich denke, ihr seid Führungskräfte. Was ist denn passiert? Nichts, ihr habt gefickt, beiden hat es gefallen. Du bist sogar gekommen." ...
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