1. Es war einmal!


    Datum: 24.04.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... Hoffnung möchte ich nicht ganz wegschieben."
    
    "Lilo, es gibt noch zwei weitere Möglichkeiten. Wir könnten ein oder zwei Kinder adoptieren oder wir beschließen gemeinsam, dass noch eine künstliche Befruchtung in Frage kommt. Auf keinen Fall werde ich einen Liebhaber akzeptieren. Auf gar keinen Fall."
    
    "Liebling, das weiß ich doch und will ich auch nicht, aber vor einer weiteren künstlichen Befruchtung und den dabei notwendigen Hormongaben habe ich Angst. Und vor einer Adoption habe ich aus anderen Gründen Angst. Wer weiß, wie sich fremde Kinder entwickeln. Welche Charakter sie haben. Lass uns über diese Sache noch länger nachdenken. Und jetzt nimm mich bitte in den Arm und verzeih mir, dass ich mich in der letzten Zeit so rar gemacht habe. Glaube mir, ich liebe dich, nur dich."
    
    Es war nicht das letzte Gespräch über dieses Thema und trotz aller Beteuerungen meiner Frau war bei mir im Hinterkopf immer die Angst, dass sich meine Frau einem anderen Mann zuwendet und mit diesem ihren Wunsch nach Kindern auslebt.
    
    Hinzu kam, dass meine Frau plötzlich überhaupt kein Verständnis mehr für mein Hobby, dem Schreiben meiner Fantasiereihe hatte, es als Unsinn abtat und meinte, ich könne diese Zeit besser verwenden. Ich war mehr als enttäuscht und sagte es ihr auch deutlich. Nach einer fast aus den Ruder gelaufenen Unterhaltung, nein Auseinandersetzung, zog ich mich zurück und schrieb nur noch in Abwesenheit meiner Frau.
    
    Bei einem netten Nachmittag und anschließenden Grillabend ...
    ... bei ihrer Freundin Tina und deren Ehemann Günter war neben zwei weiteren Ehepaaren auch der mir namentlich bekannte Kollege Thomas anwesend. Schon bei der Begrüßung machte der wesentlich jüngere Kollege Bemerkungen zu meinem Hobby, die mir sauer aufstießen.
    
    Thomas ist so Ende Zwanzig, groß und gut gebaut, dunkles Haar und einen fast schwarzen Dreitagebart. Er flirtete unverhohlen mit meiner Frau und erst, als Günter, der Hausherr, den Kerl kurz beiseite nahm, wurde es ruhiger. Für mich war der Abend da aber schon gelaufen. Nur mit großer Überwindung konnte ich mich so zusammenreißen und nicht vorzeitig gehen.
    
    Als wir dann endlich gehen wollten, nahm Günter mich kurz beiseite und entschuldigte sich für das Benehmen von Thomas, dem Kollegen von Lilo und Tina.
    
    "Danke, Andre, dass du ihm keine auf die Schnauze gehauen hast. Ich werde mit Tina ein paar ernste Worte sprechen. So einen Mist will ich bei mir nicht."
    
    "Das werde ich mit meiner Frau auch und ich glaube, das wird etwas direkter als bei dir. Immerhin hat er ja mit meiner Frau rum gemacht und nicht mit deiner. Und eine Zurechtweisung von ihrer Seite habe ich nicht feststellen können."
    
    Günter sah mich an und meinte nur, dass ich ruhig bleiben soll. Und ruhig blieb ich genau bis zur Verabschiedung. Als Thomas meine Frau dabei sehr fest in die Arme nahm und auch noch versuchte, sie richtig zu küssen, legte ich ihm meine Hand sehr fest auf die Schulter und drückte mit den Fingern kräftig zu.
    
    "Hör mal zu, mein ...
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