1. Villa Beachside


    Datum: 30.04.2026, Kategorien: Partnertausch,

    ... geordnet. Jetzt musste er sich auf MOCASIN konzentrieren.
    
    Am Eingang zum Labor legte er seine Hand auf den Scanner, beugte sich zur Iriskontrolle und zog schließlich die Chipkarte durch den Leser. Die Tür entriegelte sich.
    
    Techniker und Sicherheitskräfte erstarrten, als sie Peter flankiert von zwei bewaffneten Männern sahen. Die Botschaft war eindeutig.
    
    Peter hob leicht die Hände.
    
    "Einmal MOCASIN", bellte einer seiner Begleiter.
    
    Einer der Ingenieure, bleich vor Angst, nickte. Er hatte keine Wahl. Hastig öffnete er die Glastür vor dem Regal, griff nach einer der Boxen. Doch er behielt kühlen Kopf und wählte mit Bedacht: nicht die letzte, nicht die aktuelle Entwicklungsstufe. Eine ältere Version, funktional, aber nicht entscheidend.
    
    Die Box wurde in einen neutralen Transportkoffer gelegt. Der Mann mit der Pistole nahm sie an sich, sein Komplize drängte Peter weiter.
    
    "Los. Raus. Keine Polizei. Kein Alarm. Sonst liegt er hier morgen in der Isar."
    
    Der Abgang war so lautlos wie der Überfall. Vor dem Gebäude stand ein schwarzer Van bereit. Die Tür wurde auf geschoben, Peter hineingedrückt. Der Motor brummte, Reifen quietschten, die Flucht begann.
    
    Einer der Männer öffnete den Koffer, zog die Box heraus. Seine Finger tasteten über die Anschlüsse und Bedienelemente. Ein kurzer Blick, dann ein Nicken.
    
    Er klappte den Koffer zu. Das Ziel war erreicht. Peter dagegen war nur noch Ballast.
    
    Sie stoppten abrupt. Er wurde gepackt, nach draußen gestoßen. ...
    ... Der Asphalt war hart unter seinen Knien. Als er aufsah, war der Van schon wieder verschwunden. Peter atmete schwer. Er war erschöpft, aber am Leben.
    
    Sein erster Gedanke galt Anneli. Er musste zurück, er musste sich erklären.
    
    Kurz vor Mittag betrat er die Hotellobby. Nur noch eine Handvoll Leute hielten sich dort auf. Sein Gesicht war gezeichnet - ein Kratzer auf der Wange, zerknitterte Kleidung und ein Ausdruck, der zwischen Erleichterung und Wut schwankte.
    
    An einem kleinen Tisch im Frühstücksraum saß Anneli, ein Croissant auf dem Teller, der Kaffee kalt. Ihr Blick suchend auf die Eingangstür gerichtet.
    
    Als sie ihn sah, sprang sie auf.
    
    "Peter! Mein Gott - du siehst furchtbar aus! Was ist passiert?"
    
    Er lächelte müde. "Du solltest mal den anderen sehen."
    
    Sie trat zu ihm, musterte sein Gesicht, die zerknitterte Kleidung. Ohne zu fragen, schlang sie die Arme um ihn.
    
    "Ich erklär dir alles", murmelte er. "Aber vorher brauche ich einen Kaffee. Oder einen Schnaps. Oder beides."
    
    Anneli hielt ihn fest. Ihre Stimme war leise, zitternd. "Ich hatte so ein Gefühl, dass etwas passiert ist."
    
    Sie führte ihn an den Tisch zurück. Erst nach einem Schluck kräftigen Espresso konnte er sich sammeln.
    
    "Ich wurde abgefangen. Sie haben mich gezwungen, das Labor zu betreten und ein MOCASIN-System mitzugeben. Wir hatten keine Wahl. Die Männer waren bewaffnet. Drinnen hat man sofort verstanden, was los ist - sie haben eine Box gepackt, ich hoffe nicht die allerletzte ...