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Julias Weg - Kap. 1
Datum: 06.05.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... Hintern bewegte sich aufreizend von der einen Seite zur anderen. Es zeichnete sich unter ihrem engen Rock nicht ein einziger Ansatz von Unterwäsche ab. „Ob sie wohl ohne losgezogen ist heute?", fragte sie sich. Sie hatte einige Tattoos, die zu sehen waren. Um ihre Oberarme herum jeweils einen Stacheldraht, an der linken Wade ein zartes Herz, an ihrem rechten Oberschenkel etwas großes rundes, was sie nicht genau erkennen konnte. Und in ihrem Nacken, unterhalb des Haaransatzes einen etwa 5 cm breiten und 2 cm hohen Barcode. „Hier Baby, deine Kippen!", zwitscherte Dilara, als sie von der Toilette kam. Julia steckte sich eine an und bot sie Dilara an. Die nahm einen tiefen Zug und bedankte sich. Julia steckte sich eine weitere für sich selbst an. „Hab übrigens noch ne Flasche bestellt, hoffe du willst noch nicht nach Hause." Die dritte Flasche Prosecco stand nun auf dem Tisch, es war gerade 22:30 Uhr durch. Ja, sie musste morgen arbeiten. Dilara allerdings auch. Sie dachte kurz an Jens, aber der schlief sicher eh schon. Beide waren jetzt ordentlich angeheitert und kicherten in einer Tour. Dilara hatte es seit ihrer Rückkehr von der Toilette nicht mal mehr für nötig gehalten, ihre Beine übereinander zu schlagen. Wer günstig saß, hatte sicher eine gute Aussicht. Aber erstens war es ziemlich dunkel und die Bar leerte sich auch zusehends. „Du sag mal, Dilara. Was heißt eigentlichSürtük oder so ähnlich? Vorhin hat ein Ausländer das zu mir gesagt, als ich ihm keine ...
... Zigarette geben wollte. Ist das zufällig ein türkisches Wort?" Dilara schaute kurz verdutzt und fing an zu lachen. „Was?", fragte Julia. „Baby, der Ausländer war Türke hat dich vorhin Schlampe genannt." Julia wurde sofort rot im Gesicht, lachte dann aber mit. „Oh mein Gott!" „Brauchst nicht rot werden, Baby. Wenn mich jemandSürtük nennt, sehe ich es als Anerkennung." Sie grinste bis über beide Ohren und zwinkerte Julia zu. Schnell war das nächste Glas gefüllt und sie stießen erneut an. „Darf ich dir noch eine Frage stellen, Dilara?" "Safe, Baby." Julia musste kichern. „Was für eine Bedeutung hat das Tattoo in deinem Nacken?" sie streckte ihren Arm aus und berührte die Stelle an Dilaras Nacken. Dilara zuckte kurz zusammen. „Hab ich von Kerim. Erzähl ich andernmal, ok?" „Einverstanden, ich bin gespannt." „Darf ich dir auch eine Frage stellen, Baby?" „Safe!", sagte Julia und musste lachen, weil Dilara Wort auch immer wieder wählte. Auch Dilara fiel in das Lachen ein. „Wann hast du letzte mal gefickt?" Julia wurde erneut rot und das Lachen fiel ihr aus dem Gesicht. Mit einem Schlag war ihre gute Laune weg und die Frage traf sie tief. Dilara drängte sie trotz der Reaktion zu einer Antwort. Julia dachte an Jens und daran, wie sehr ihr Leben zu einer Routine geworden war. „Ziemlich genau ein Jahr ist es her", murmelte Julia geistesabwesend, während sie eine weitere Zigarette ansteckte. Sie hielt sie Dilara hin und sie teilten sich ...