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Die einsame Highland Farm - November 2024
Datum: 17.05.2026, Kategorien: Romantisch
... lediglich zwei prachtvolle Wildlachse mit, die beide über einen Meter lang waren und mehr als 20 Kilogramm wogen. "Dies ist ein prachtvolles Anglerrevier", berichtete er Mayr und mir Mitte Oktober. "Wenn wir dies methodisch aufbauen und mit einer eigenen Hatchery versehen, kann das ein super Geschäft werden." "Was ist eine Hatchery?" fragte ich unschuldig, da anglertechnisch total ungebildet. "Im Prinzip eine Zuchtstation für Fischeier unter naturnahen, aber künstlichen Bedingungen. In unserem Fall halt Wildlachs und Brown Trout, ganz wie wir wollen." "Und was müssen wir dafür machen, um eine solche Hatchery aufzubauen?" "Ist eigentlich nicht so aufwendig. Wir brauchen wassernah eine kleine Scheune, beispielsweise als Anbau zum Kraftwerk. Da müssen bestimmte Gerätschaften installiert werden, die die Fischeier ständig im fließenden Wasser überströmen. Ich habe viel Erfahrung damit, weil mein Großvater Fish-River-Superintendent am River Tweed war und dort eine Lachs-Hatchery betrieb. Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen." "Dann mal los!" Ich war begeistert. "Wir holen heute Abend Ilja und Marja dazu. Die können dann ein Konzept für den Bau dieser Hatchery machen. Dann haben die beiden sofort weitere Arbeit, wenn sie mit dem Lager und dem Versandhaus für die Pies und dem zusätzlichen Vollholz-Wohnhaus fertig sind." "Gut. Und ich mache in den kommenden Tagen ein vollständiges technisches Konzept mit allen Einrichtungen, die wir für eine Hatchery ...
... investieren müssen. Haben wir noch genug Stromreserven dafür?" "Gib mir mit Deinem Konzept die Strombedarfszahlen und die Anschlusswerte und ich kann dies schnell prüfen." Ich lachte Malcolm an. "Für irgendwas muss ja mein Ingenieurstudium noch gut sein." Am Ende kam eine ähnliche Lösung wie bei der Pie-Bäckerei heraus. Wir bestellten ein Bausatz-Vollholzhaus als Gebäude für die Hatchery, das dann von Ilja und Marja nach entsprechenden Vorgaben hergerichtet wurde. Die kulinarische Bedeutung dieser Erweiterung des Produktionsprogramms der Durran Estate servierten uns Malcolm, Gwen und Ekatarina im Oktober. Die beiden gefangenen Wildlachse waren sowohl zu einer Pie als auch als Lachsfilets verarbeitet worden. Und insofern gestalteten die drei ein gemeinsames freitägliches Abendessen mit einer kleinen Fisch-Pie als Vorspeise und einem mit Spinat und einer speziellen Kräuterkäsemischung überbackenen Lachsfilet, ergänzt um kleine, superleckere Jersey-Kartoffeln. "Das ist unglaublich lecker!" lautete das gemeinsame Urteil. "Sobald wir genügend Lachs zur Verfügung haben, sollten diese Pies unbedingt ins Sortiment. Und wenn Malcolm uns von Zeit zu Zeit mit solchen Lachsschnitten versorgen kann, wäre das sensationell schön." "Ich tue, was ich kann", antwortete dieser bescheiden. "Aber zunächst müssen wir dafür die Voraussetzungen schaffen, sonst haben wir in ein, zwei Jahren überhaupt keinen Lachs mehr hier in unseren Gewässern." In der darauffolgenden Woche meldete sich ...