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Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1
Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch
... durch den der Präsident gekommen ist. Er plaudert noch etwas mit mir und geht dann seiner Wege. "Ich habe noch einen Termin. Ich würde dich aber gerne zum Abendessen einladen, dann können wir über alles reden. Ich sehe dir an, dass du eine Menge Fragen hast." "Die habe ich tatsächlich." "Also, nimmst du meine Einladung an?" "Gerne." Kapitel 21 Pünktlich um 19 Uhr trete ich vor den Gästeeingang des Weißen Hauses, wo Sam bereits auf mich wartet. Ich gehe sofort auf ihn zu. Ich muss lächeln, weil ich mich ehrlich freue, ihn zu sehen. "Darf ich noch immer Sam sagen, oder muss ich dich ab sofort mit Herr Außenminister ansprechen?", necke ich ihn. "Wenn du das möchtest", kontert er. "Gut, Herr Außenminister, wo fahren wir hin?" "Ich habe einen kleinen Italiener ausgesucht. Dort kocht die Mama und es ist unglaublich gut." "Dann wollen wir aber los, Herr Außenminister, ich habe Hunger." Er schaut mich an und verdreht die Augen. Ich muss schelmisch lachen, weil ich genau weiß, dass er den Titel nicht mag. Er ist aber selbst schuld, warum hat er nicht klar geantwortet. "Danke, Herr Außenminister", sage ich, als er mir die Tür aufhält. "Lass den Außenminister", knurrt er. "Wenn du das möchtest", grinse ich schelmisch. "Ja, das möchte ich." "Dann sag es doch gleich, Sam." Vergnügt springe ich in den Fond des Wagens und er kommt mir hinterher. Wenig später setzt sich die Wagenkolonne in Bewegung. "Muss das sein, mit den drei Autos? ...
... Da fällt man doch nur noch mehr auf." "Jeder Minister und einige hochgestellte Persönlichkeiten sind mit einem solchen Konvoi unterwegs, der Präsident sogar mit noch mehr Fahrzeugen. Da fallen wir zwei nicht auf, zumindest nicht in Washington." "Aber ich mag das nicht." "Es ist Vorschrift." "Für dich als Minister, aber bei mir muss der Aufwand nicht sein." "Und ob. Du bist wichtig." "Ich?" "Ja, du! Ich werde es dir beim Essen erklären." "Dann muss das Essen aber besonders gut sein", grinse ich. "Das ist es, dafür bürge ich." Den restlichen Weg legen wir schweigend zurück. Jeder von uns hängt seinen eigenen Gedanken nach. Bei mir ist das zumindest der Fall, ich denke Sam geht es ähnlich. Bei mir dreht sich alles darum, wie sich mein Leben verändert hat. Wenn ich ehrlich bin, ist mir das alles viel zu viel Aufwand für meine Person. Meine Pflichten als Agentin bzw. Model waren nicht sonderlich berauschend, aber ich habe es für mein Land gemacht und eingesehen, dass es eben meine Pflicht war. Aber jetzt in diesem Luxus zu schwelgen und nichts Produktives zu leisten, das widerstrebt mir. Ich wohne nicht in einem Zimmer, es ist eine ganze Wohnung. So groß war nicht einmal die Wohnung, in der ich zusammen mit meinen Eltern und meinem Bruder gewohnt habe, bevor ich meine Ausbildung zur Agentin begonnen habe. Vor allem aber war die Wohnung nicht so luxuriös ausgestattet und ich hatte nicht fünf Bedienstete, die sich nur um mich zu kümmern haben. ...