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Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1
Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch
... Dazu kommen noch die beiden Sicherheitsleute, die vor meiner Tür Posten beziehen. "Wir sind da", reißt mich Sam aus meinen Gedanken. In dem Moment wird auch schon meine Tür geöffnet. Ich steige auf der einen Seite aus, Sam auf der anderen. Von zwei Sicherheitsleuten geschützt gehen wir auf die Tür eines kleinen Restaurants zu. Dabei frage ich mich, ob ich als Agentin auch so auffällig die Gegend beobachtet habe. Ich war immer der Meinung, ich würde das deutlich diskreter machen. Einer der Sicherheitsleute öffnet die Tür und tritt ein. Ich gehe davon aus, dass er drinnen nachschaut, ob alles in Ordnung ist. So habe ich es zumindest gelernt. Wir übrigen warten draußen und als er wieder zur Tür kommt und diese aufhält, können auch wir eintreten. Das Lokal wirkt auf mich auf Anhieb sehr heimelig. Drinnen befinden sich etwa 10 bis 12 Tische, keiner davon ist besetzt. An der Tür, das fällt mir erst jetzt auf, war ein Schild auf dem stand "Geschlossene Gesellschaft". Wir sind also allein. "Du hast das ganze Lokal reserviert?", frage ich Sam. "Das mache ich immer so." "Und das rechnet sich für den Inhaber?" "Er verdient mit einem solchen Abend mehr, als wenn er die Bude gerammelt voll hätte." "Und er hat nur einen Bruchteil an Arbeit", ergänze ich. "So ist es. Wo möchtest du sitzen?" "Ich kann wählen?", grinse ich. "Das kannst du." Ich nehme einen Tisch in der Ecke. Er ist groß und steht an der Wand. Ohne noch weiter zu fragen, gehe ich darauf ...
... zu und setze mich hin. Sam folgt mir und setzt sich neben mir an den Tisch. Die Sicherheitsleute hingegen bleiben zwei an der Tür und zwei neben dem Tisch stehen. Was soll das denn? "Setzt euch an den Nebentisch und steht nicht in der Gegend herum. Esst etwas und tut so, als wärt ihr normale Gäste", fordere ich die Sicherheitsleute auf. Sie schauen zuerst mich erstaunt und dann Sam etwas unsicher an. Offenbar ist es nicht üblich, dass sie eine solche Anweisung bekommen. Mir ist schon klar, dass dies andere Leute nicht machen. Auch bei den wenigen Einsätzen zum Personenschutz, die ich absolvieren musste, war es ähnlich. Aber warum muss das bei mir sein. Ich will Normalität. "Sag ihnen, dass sie sich hinsetzen sollen. Sonst machen sie mich nervös." "Aber die Vorschrift?", meint einer der Männer. "Ach was Vorschrift. Ich habe eine ähnliche Ausbildung, wie ihr. Im Notfall weiß ich, wie ich zu reagieren habe." "Macht, was sie sagt. Sie hat recht", gibt sich Sam geschlagen. Die Männer schauen sich etwas unsicher an, dann setzen sie sich zwei und zwei an jeweils einen Tisch in unserer Nähe. Das ist nicht unklug, weil sie sich damit aufteilen und das Lokal aus zwei verschiedenen Perspektiven im Blick haben. "Danke!", sage ich. "Bestellt euch auch etwas zu essen." "Danke!", meint der Mann von vorhin. Ich aber wende mich nun an Sam. "Nun sag schon. Was hat das alles zu bedeuten, was habt ihr mit mir vor?" "Du hast es möglicherweise nicht so mitbekommen, ...