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Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1
Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch
... den Abstieg in Angriff nehmen und Zeit genug haben. Würden wir jetzt absteigen, müssten wir irgendwo auf halben Weg kampieren, vermutlich mehr recht als schlecht. Ich glaube nicht, dass das Gelände ideal dazu wäre." Kapitel 24 Als ich am nächsten Morgen erwache, schläft Sam noch selenruhig neben mir. Wir haben die Schlafsäcke wieder zusammengefügt, an Sex war gestern allerdings nicht mehr zu denken. Ich war zu müde und er zu aufgewühlt vom Erlebten. Ich habe nur noch schnell zwei Fische gefangen, während Sam ein Feuer entfacht hat. Während des Bratens und des Essens hätten wir Zeit genug gehabt, über das Erlebte zu reden, aber Sam ging mit keinem Wort darauf ein. Er war ausgesprochen schweigsam, vor allem für einen Politiker. Ich nehme an, er musste das Erlebte selbst erst einmal verarbeiten. Man hängt schließlich nicht jeden Tag über einem Wasserfall und droht diesen hinabzustürzen. Aber zum Glück ist ja noch einmal alles gut ausgegangen. "Guten Morgen, meine Schöne", reißt mich Sam aus meinen Gedanken. "Guten Morgen", antworte ich kurz und bündig. "Ich weiß nicht, wie ich dir danken kann." "Wofür?" "Du hast mir das Leben gerettet!" "Ach das, dein Leben zu retten gehört zu meinen Aufgaben", schmunzle ich. "Nein, Ana, mal im Ernst. Du hast mich vor dem sicheren Tod bewahrt. Du warst mutig, hast die ganze Zeit über genau gewusst, was du tun musst und was du tust. Ich bin immer noch fasziniert." "Dafür bin ich ausgebildet." "Das wären ...
... meine Leute auch. Aber ich bin mir sicher, keiner von denen wäre in der Lage gewesen, so effizient zu reagieren. Ich traue keinem von ihnen zu, diese Situation zu meistern." "Reden wir nicht mehr davon. Ich habe es gern gemacht. Nicht nur weil ich es versprochen haben, sondern vor allem, weil ich dich liebe. Das ist eine Motivation, welche die anderen wohl nicht haben", antworte ich lachend. Ich beuge mich zu ihm hinüber und gebe ihm einen Kuss. Wir lösen uns erst nach einer Weile voneinander. Sam hat mich während des Kusses fest an sich gezogen. Ich habe den Eindruck, er musste meine Nähe spüren. "Wir sollten frühstücken und danach weiter. Wir haben einen beschwerlichen Abstieg vor uns." "Gibt es einen Weg?", will er wissen. "Wohl kaum. Wir befinden uns in der Wildnis." "Schaffen wir es dann überhaupt?" "Haben wir eine andere Möglichkeit?" "Wir könnten uns mit dem Hubschrauber holen lassen. Wozu haben wir das Satellitentelefon?" "Kommt nicht in Frage", wehre ich ab. "Damit ich mich nachher von deinen Leuten aufziehen lassen muss?" "Wer hat denn die Route ausgesucht?" "Das waren deine Leute. Von einem Wasserfall haben sie allerdings nichts gesagt." "Das sieht ihnen wieder einmal ähnlich. Suchen sich eine Strecke auf der Karte aus und schauen nicht, ob man sie überhaupt bewältigen kann", meint er genervt. "Ein Beamter in Washington hat doch keine Ahnung von Wildwasserkajak." "Dann sollten sie einen Fachmann ranlassen." "Nicht jammern, ...