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Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1
Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch
... Tripp durch Alaska hat gutgetan. So gut geschlafen habe ich schon lange nicht mehr." "Das lag möglicherweise auch an der Gesellschaft", necke ich ihn. "Das kann auch sein", grinst er zurück. "Was steht heute auf dem Programm?", erkundige ich mich. "Wir fahren in die Botschaft, frühstücken und bereiten uns auf das Treffen mit meinem Amtskollegen vor. Mittags geht es dann in den Kreml." "Du meinst, ich werde heute den Kreml betreten?" "Sofern sie dich nicht daran hindern", meint er verschmitzt lächelnd. "Kann das passieren?" "Ich denke nicht. Labradorov hat um das Treffen gebeten. Also wird es um etwas Wichtiges gehen. Beim derzeitigen Verhältnis zwischen unseren Ländern, würde er mich sonst nicht nach Moskau einladen." "Heißt das, wenn sie mich nicht hineinlassen, dann gehst du auch nicht hin?" "Dich nicht in den Kreml zu lassen wäre ein Affront, den ich nicht hinnehmen könnte." "Weil ich deine Beraterin bin, oder wegen der Freundin?" "Beides!" Wir müssen uns hinsetzen, weil die Maschine zur Landung ansetzt. Dazu verlassen wir das Schlafzimmer und setzen uns im Arbeitsbereich in zwei Sessel. Auch nachdem der Flieger bereits aufgesetzt hat und wir zur Parkposition rollen, bleiben wir weiterhin sitzen. Sam scheint es nicht eilig zu haben. Erst als eine Mitarbeiterin kommt und ihn informiert, dass die Gangway steht und die Tür geöffnet werden kann, gibt mir Sam mit einem Kopfnicken zu verstehen, dass wir aufstehen, was wir fast synchron ...
... hinkriegen. Als er nach meiner Hand greift und mit mir zum Ausgang geht, schauen uns alle hinterher. "Ich habe ihnen gestern zwar gesagt, dass wir ein Paar sind, so ganz glauben können sie es offenbar nicht", raunt er mir belustigt zu. "Ich denke, sie staunen, weil ein Außenminister händchenhaltend den Regierungsflieger verlässt", gebe ich Kontra. "Sollen wir nicht?" "Ich habe nichts dagegen." "Na dann!" Hand in Hand treten wir aus dem Flugzeug hinaus auf die Plattform oben an der Gangway. Unten wartet bereits eine Wagenkolonne. Eine kleine Delegation von fünf Männern und einer Frau wartet am Fuße. "Das ist der Unterstaatssekretär oder so etwas ähnliches. Auf jeden Fall das Begrüßungskomitee", meint Sam. "Die sind wegen dir da, nicht wegen mir", necke ich ihn. "Ich bin mir da nicht so sicher. Nachdem ich dich zu meiner Beraterin berufen habe, können sie sich wohl denken, dass du mitkommst." "Und nun stehe ich da, Hand in Hand mit dem Minister." "Das wird lustig", meint er. "Also los, wir wollen sie doch nicht warten lassen." Wie auf Kommando machen wir den ersten Schritt. Man könnte meinen, wir hätten das geübt. Aber mit Sam geht manches ganz einfach. Wir halten auch die gleiche Geschwindigkeit ein und lächeln beide der kleinen Gruppe zu. Die Leute des Begrüßungskomitees schauen sich etwas verwundert an, als sie mich erkennen. Sie sind wohl überrascht, dass ich mit dem amerikanischen Außenminister zusammen die Treppe herunterkomme und, ...