1. Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... doch, hoffe ich?"
    
    "Natürlich passt das", meint die Frau immer noch beinahe sprachlos. Sie schaut hilfesuchend zu ihren Kollegen. Diese zucken auch nur mit den Schultern.
    
    "Könnt ihr einen Tisch dazustellen und etwas Platz machen?", frage ich die Sicherheitsleute.
    
    "Äh, ja", meint einer von ihnen. Ich glaube, er hat das Kommando. "Das ist aber nicht üblich."
    
    "Nicht üblich vielleicht, aber spricht etwas dagegen?"
    
    "Es könnte ein Risiko darstellen."
    
    "Was? Dass sich Reporter an unseren Tisch setzen? Das sind doch keine Terroristen."
    
    Er schaut die Gruppe ein wenig skeptisch an, gibt sich dann aber einen Ruck und erteilt Anweisung, meine Wünsche in die Tat umzusetzen. Wenig später sitzen wir alle zusammen an einem Tisch. Sam und ich sind von den Reportern umringt. Der Botschafter hat sich zu den Sicherheitsleuten geflüchtet.
    
    "Es ist tatsächlich ungewöhnlich, dass sich der US-Außenminister mit Reportern an einen Tisch setzt", wirft die Frau von CNN ein.
    
    "Dann wird es Zeit, dies zu ändern. Möchtet ihr etwas essen. Wir haben bereits bestellt, aber ich lasse nochmal die Karte kommen."
    
    "Frau Serinskaya, wir hätten ein paar Fragen zum Bericht im russischen Fernsehen."
    
    "Anastasia bitte, nennen sie mich doch Anastasia. Was möchten sie denn wissen?"
    
    "Ich bin Susan", meint sie schüchtern.
    
    "Freut mich. Wollen sie nicht zuerst bestellen. Reden können wir dann immer noch."
    
    Ich winke die Kellnerin herbei und lasse uns die Karte noch einmal bringen. Die ...
    ... Neuankömmlinge bestellten ausgesprochen zurückhaltend. Sie schauen immer wieder unsicher zu mir, zu Sam oder sich gegenseitig an.
    
    "Das Essen zahlst du? Ansonsten musst du es mir von meinem ersten Lohn abziehen lassen", flüstere ich Sam zu.
    
    "Das passt schon", flüstert er zurück. "Es ist nur so, dass es wirklich ungewöhnlich ist, wie du vorgehst."
    
    "Ich bin nun mal so", sage ich beinahe entschuldigend.
    
    "Genau das gefällt mir."
    
    Als sich die Kellnerin mit den zusätzlichen Bestellungen entfernt, sitzen zunächst alle leicht betreten und still da. Ich sehe es Susan neben mir an, dass ihr Fragen auf der Zunge brennen.
    
    "Susan, was möchten sie wissen?"
    
    "Ich bin ein wenig verwirrt. Ich könnte mich nicht erinnern, dass es jemals eine solche Situation gegeben hat."
    
    "Was für eine Situation? Jetzt verwirren sie mich."
    
    "Ich glaube, das hat es noch nie gegeben, dass sich Presse und ein Minister zum Essen an einen Tisch gesetzt haben."
    
    "Es gab sicher schon das eine oder das andere Galadiner."
    
    "Das schon, aber sie haben uns eingeladen, damit wir sprechen können."
    
    "Uns anzuschweigen hat doch keinen Sinn", halte ich schmunzelnd dagegen.
    
    "Werden sie offen mit uns reden?", will Susan wissen.
    
    "Ja, ich möchte ein lockeres Gespräch führen und ich werde ehrlich sein."
    
    "Warum? Sonst gibt es meist nur Statements und die sind knapp."
    
    "Sehen sie, genau da liegt doch das Problem. Wenn die Menschen offener miteinander kommunizieren würden, würden sie sich besser ...
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