1. Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... Preis."
    
    "Warum wollen sie nicht verhandeln?"
    
    "Wir würden verhandeln, aber nur, wenn sich kein russischer Soldat mehr auf ukrainischem Boden befindet."
    
    "Wir drehen uns im Kreis."
    
    "Das denke ich auch. Dieses Gespräch erscheint mir sinnlos. Wir sollten gehen", sage ich entschlossen.
    
    "Können wir unter vier Augen sprechen?", meint plötzlich Popov.
    
    "Warum nicht?", antwortet Sam. "Dabei wird sich aber nichts an unserer Position ändern."
    
    "Ich meine Frau Serinskaya", stellt Popov klar.
    
    "Wir zwei?", frage ich überrascht.
    
    "Ja, wir zwei!"
    
    Ich schaue Sam an. Er blickt nachdenklich zu Popov, dann zu mir.
    
    "Wenn du ihm traust", raunt er mir zu.
    
    "Angst habe ich nicht. Aber bin ich befugt?"
    
    "Du bist Teil der Delegation und meine Beraterin."
    
    "Gut, wenn es dir nichts ausmacht. Ich will dich aber nicht übergehen."
    
    "Das ist mir klar. Ich teile alle deine Ansichten. Deshalb ist alles gut."
    
    "Was ist nun?", will Popov wissen.
    
    "Gut, von mir aus."
    
    Er erhebt sich und ich folge seinem Beispiel. Er geht auf die Tür zu, durch die er den Raum zuvor mit seinem Gefolge betreten hat. Eine der Sekretärinnen eilt hinter uns her und hält uns die Tür auf.
    
    Popov lässt mir den Vortritt und folgt mir. Ich schaue mich schnell um und stelle fest, dass wir uns auf einem Flur befinden. Diesen gehen wir etwa zehn Meter hinunter und dort öffnet die Sekretärin erneut eine Tür. Wieder lässt er mir den Vortritt.
    
    "Danke meine Liebe", meint er.
    
    Mir fällt aber auf, ...
    ... dass er ihr beim Vorbeigehen den Hintern tätschelt. Die junge Frau bemerkt, dass ich es gesehen habe und wird rot. Etwas zu sagen traut sie sich allerdings nicht.
    
    "Sie sind ein altes Schwein, ein Macho. Ich nehme an, sie wollen mir bewusst zeigen, was sie von Frauen halten", sage ich gelassen, aber auch klar und deutlich.
    
    "Zügeln sie ihre Worte!", fährt er mich an.
    
    "Ich sage das, was ich denke. Und wenn ein Mann seine Macht ausnützt, um eine Frau zu begrapschen, dann nenne ich ihn ein Schwein."
    
    Die junge Frau schaut mich mit großen Augen an. Ihr scheint die Sache mehr als peinlich zu sein.
    
    "Das gefällt ihr doch, nicht wahr Kathinka?"
    
    "Ja, Herr Präsident", meint sie kleinlaut.
    
    "Dass ich nicht lache. Welche junge Frau mag es, wenn ihr ein alter Sack auf den Arsch fasst?"
    
    "Verschwinde!", weist er die Frau an. "Wir haben etwas anderes zu besprechen."
    
    Kathinka macht eine Verbeugung, wirft mir einen Blick zu, den ich nicht deuten kann und ist wenig später aus dem Raum verschwunden. Da sie die Tür hinter sich schließt, bin ich nun ganz allein mit Popov.
    
    "Und nun zu dir, du Schlampe. Du willigst in Gespräche ein!"
    
    "Glauben sie wirklich, dass ich mich so leicht einschüchtern lasse, wie Kathinka? Womit wollen sie mir drohen?"
    
    Mir ist sehr wohl aufgefallen, dass er mich mit du anspricht. Ich entscheide mich aber vorerst noch beim Sie zu bleiben. Ich will mich mit dem russischen Präsidenten nicht zu vertraulich unterhalten. Ich mag ihn nicht und das ...
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