1. Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... geschickt um die Massen herum, unserem Ziel entgegen. Als wir schließlich vor einem Mann in Uniform stehen, hält sie an und lächelt. Ich mache es ihr nach.
    
    Der Mann ist Mitte 50, groß gewachsen und schaut streng drein. Nicht die Spur eines Lächelns spielt um seinen Mund, was in dieser Situation für mich normal gewesen wäre.
    
    "Du bist also Anastasia", meint er trocken.
    
    "Ja, die bin ich."
    
    "Deine Show hat mir gefallen."
    
    "Danke Herr ...", ich schaue auffallend auf die Schulterstücke der Uniform.
    
    "General, General Nikita Semeronov", meint er und lächelt überheblich.
    
    Mir ist aufgefallen, dass die schmachtenden Männer, die mich kurz zuvor noch abfangen wollten, nun plötzlich Abstand halten. Ich gehe davon aus, dass jeder den General kennt und Respekt vor ihm hat.
    
    "Entschuldigen sie, ich kenne mich mit militärischen Dienstgraden nicht aus. Ich komme aus der Modebranche."
    
    "Mich kennt hier jedes Kind", kontert er ein wenig beleidigt.
    
    "Sie müssen entschuldigen, ich bin erst vor wenigen Wochen aus Moskau hierhergezogen und muss mich erst einleben."
    
    "Warum gehst du von Moskau in die tiefe Provinz?"
    
    "Meine Mutter kennt Ekaterina und hat gemeint, ich sollte meine Karriere als Model hier starten. In Moskau wäre die Konkurrenz zu groß und deshalb wäre es deutlich schwieriger. Ich könnte mir hier einen Namen machen und dann den Sprung in die Hauptstadt wagen."
    
    "Deine Mutter ist eine kluge Frau", meint er. "Trinkst du ein Glas Champagner mit ...
    ... mir?"
    
    "Gerne, ich habe noch nie mit einem General Champagner getrunken", antworte ich gespielt verschämt. "Ich habe noch nie Champagner getrunken."
    
    "Ach, und der General ist nichts Besonderes?", meint er gespielt beleidigt. Ein Augenzwinkern zeigt, dass er scherzt.
    
    "Über einen normalen Leutnant bin ich nicht hinausgekommen", halte ich entschuldigend lächelnd dagegen.
    
    "Na, dann komm!"
    
    Mir ist nicht entgangen, dass er mich einfach mit Du anspricht. Ich scheine ihm tatsächlich zu gefallen. Wenn es läuft, wie Ekaterina hofft, dann wird er mich als Escort buchen. Zwar schreckt mich der Gedanke immer noch, dass ich mit einem mir fremden Mann ins Bett steigen soll, um meinem Vaterland zu dienen, aber zumindest ist dieser General kein 70jähriger, bei dem ich Mühe haben würde, dass er seinen Schwanz hochkriegt.
    
    Der General nimmt mich am Arm und geht auf den Ausschank zu. Natürlich weichen die Leute zur Seite und er wird auch sofort bedient. Mit den Gläsern in der Hand manövriert er mich zu einer Sitzecke etwas abseits und lässt sich auf die Couch fallen.
    
    Sein Verhalten ist nicht das eines Gentlemans, aber das wäre bei einem arroganten Mann auch viel verlangt. Als ich mich in den Sessel setzen will, der ihm gegenübersteht, werde ich ausgebremst.
    
    "Hierher!", meint er im Befehlston. Dabei klopft er auf den Platz neben sich.
    
    Folgsam setze ich mich zu ihm und er reicht mir eines der Gläser. Ekaterina hat er schon lange links liegen gelassen. Sie hat sich zwar selbst ein Glas ...
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