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Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1
Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch
... Was will der von einer Modelagentur?" "Er hat mich kürzlich bei einer Modenschau gesehen und wollte mir persönlich versichern, wie gut ich ihm gefallen habe", antworte ich. Ekaterina ist wohl nicht so schlagfertig. Ich hatte ihr angesehen, dass sie keine plausible Antwort parat hat und bin in die Bresche gesprungen. "Fünf Stunden?" "Mein Gott, wir haben geplaudert und die Zeit vergessen. Es war ausgesprochen angenehm", antworte erneut ich. "Wenn ich den General frage, wird er mir dies bestätigen?" "Natürlich wird er das. Er hat mich auch eingeladen, morgen Abend den Stützpunkt zu besuchen und er wird mir selbst eine Führung geben. Ist das nicht lieb von ihm?" "Ihnen würde ich auch eine Führung geben", brummt der Beamte. "Aber, sagen sie doch, was ist passiert?", frage ich mit besorgtem Unterton. "Der Fotograf wurde tot aufgefunden." "Das ist ja schrecklich. Wie konnte das passieren? Als ich gegangen bin, hat er noch gelebt." "Wenn sie die letzten fünf Stunden hier waren, dann können sie nicht der Täter sein. Die Todeszeit liegt ein bis zwei Stunden zurück." "Da war ich garantiert hier." "Sie waren sein letzter Termin. Hat er gesagt, was er noch vorhatte?" "Soweit ich weiß, sollte noch jemand kommen. Er hat mir aber nicht verraten, wen er noch erwartet. Er hat nur gedrängt, damit wir rechtzeitig fertig werden." "Ihre Fotos sind noch in der Kamera. Danach hat er keine mehr gemacht." "Das ist komisch. Wie ist er denn ...
... gestorben?" "Das ist es ja, er wurde auf sehr seltsame Art und Weise ermordet." "Können sie mir sagen, wie?" "Da sie mit der Tat nichts zu tun haben können, kann ich es ihnen erzählen. Stanislav war nackt und gefesselt. Dann hat ihm offenbar jemand sein ... äh ... sein ... Geschlechtsteil mit einem Teppichmesser weggeschnitten und hat es ihm in den Mund gesteckt." "Er ist verblutet?" "Nein, er ist an seinem Schwanz erstickt. Er ist ihm in den Rachen gerutscht, hat ihn zum Würgen und zum Erbrechen gebracht. Daran ist er dann erstickt." "Ein grauenvoller Tod", sage ich gespielt entsetzt. "Wir gehen davon aus, dass er Mädchen und junge Frauen zum Sex gezwungen hat. Eine von ihnen dürfte sich wohl gerächt haben." "Das könnte natürlich sein, wenn er übergriffig war." "Hat er ihnen gegenüber irgendwelche Anspielungen gemacht?" "In Bezug auf Sex?", frage ich scheinheilig. "Ja! Hat er von ihnen verlangt, mit ihm zu schlafen?" "Nein, aber - wie schon gesagt - er hat Besuch erwartet und hatte es eilig." "Das heute war ihr erster Termin bei ihm?" "Ja, ich habe ihn zuvor noch nie gesehen. Ich bin neu hier." "Dann können sie uns wohl nicht weiterhelfen", meint er. "Leider nicht", sage ich gespielt geknickt. "Ich wünschte, ich könnte." Die beiden Polizisten verabschieden sich und machen sich auf den Weg. Ich bleibe mit Ekaterina allein im Büro zurück. Kaum, dass die Tür zu ist und wir hören, dass sich die Schritte entfernen, kommt Ekaterina auf mich ...