1. Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... Höschen, aktiviere ihn und kann ihn mit dem Magneten an der Innenseite des Kotflügels befestigen. Dann schlendere ich weiter, als ob nichts wäre.
    
    Ich warte einen Moment ab, um mich zu vergewissern, dass meine Aktion unbemerkt geblieben ist, und wandere anschließend gelassen zur Raketen-Abschuss-Rampe weiter. Auch hier ziehe ich einen Peilsender hervor, aktiviere ihn und halte meine Hand an die Innenseite des Kotflügels. Der Magneten reagiert sofort und der Sender wird mit einem leisen Geräusch vom Metall des Wagens angezogen. Der Sender wiegt nur wenige Gramm, klein wie er ist.
    
    Ich überlege, ob ich auch einen dritten Sender anbringe, diesen dann an die Radarstation. Nach kurzem Überlegen lasse ich es aber sein. Die Fahrzeuge stehen sehr eng beieinander und, sollte auch nur eine Rakete hier einschlagen, wird auch von der Radarstation nicht mehr viel übrigbleiben.
    
    Ich gehe nun zum Unterschlupf der Wache, wo Piotr schon auf mich wartet. Er scheint gerade dabei zu sein, mich suchen zu wollen.
    
    "Da bist du ja. Das mag ich. Du bist pünktlich und zuverlässig", meint er zufrieden.
    
    "Ich will dich doch nicht in Schwierigkeiten bringen", sage ich treuherzig.
    
    "Das ist lieb von dir", grinst er.
    
    Wir verabschieden uns mit Küsschen auf die Wangen und ich mache mich auch gleich auf den Weg zurück zur Agentur. In einer Stunde muss ich am Stützpunkt sein. Deshalb werde ich mich beeilen müssen.
    
    Mir war es wichtig, sicherzustellen, dass Piotr nichts passiert. Deshalb habe ...
    ... ich bis kurz vor seinen Dienstschluss gewartet, um die Sender anzubringen. Ihn zu schonen ist zwar ein Risiko, weil er erahnen könnte, dass ich etwas mit dem Angriff zu tun haben könnte. Ob er allerdings so intelligent ist und ob er mir das zutraut, bezweifle ich stark.
    
    Außerdem gehe ich davon aus, dass er mich auch dann nicht verraten würde, sollte er tatsächlich Verdacht schöpfen. Er würde in dem Fall wohl selbst Schwierigkeiten bekommt. Immerhin müsste er zugeben, dass er mich herumgeführt und mir Zugang zur Anlage gewährt hat.
    
    Kapitel 11
    
    Ich musste mich beeilen. Ich bin nach meinem Besuch bei Piotr schnell noch in meine Wohnung gelaufen, habe mich geduscht und umgezogen und stehe nun vor dem Sitz des Kommandos der Schwarzmeerflotte. Wenn ich ehrlich sein soll, bin ich ganz schön aufgeregt. Ich gehe davon aus, dass noch nie ein Agent oder eine Agentin des ukrainischen Geheimdienstes so nahe an diese wichtige Struktur herangekommen ist.
    
    Wie von General Semeronov angewiesen, melde ich mich beim Pförtner. Naja, eher als ein Pförtner ist es eine Wache. Der Mann ist bis auf die Zähne bewaffnet und mustert mich von oben bis unten. Er ist wohl von Natur aus misstrauisch, nehme ich an.
    
    "Guten Abend, ich bin Anastasia und werde von General Semeronov erwartet."
    
    "Ah, du bist das, komm herein."
    
    Kaum habe ich meinen Namen genannt und gesagt, warum ich hier bin, wird er freundlicher. Der Mann öffnet ein schweres Eisengitter und lässt mich eintreten. So unauffällig ...
«12...515253...164»