1. Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... wie möglich schaue ich mich um. Ich bin in einer Art Schleuse, in der ich mit dem Wachposten allein bin. Ein Entkommen ist nicht möglich.
    
    "Ich muss dich durchsuchen. Hände an die Wand, Beine spreizen!", befielt er in herrischem Ton.
    
    Ich komme seiner Anweisung nach und stelle mich gegen die Wand. Ich weiß ja, wie solche Dinge ablaufen, das weiß inzwischen jeder auf der Krim. Deshalb ist es nicht auffällig, wenn ich mich ohne Zögern hinstelle.
    
    Der Mann tritt hinter mich. Zunächst lässt er seine Hände links und rechts an meinen Seiten nach unten gleiten. Dabei geht er hinter mir in die Hocke. Seine Hände wandern an die Vorderseite meiner Beine und fahren dort wieder nach oben, über meinen Bauch hinauf zu den Brüsten. Diese packt er kräftig und massiert sie genüsslich.
    
    "Du bist ein heißer Feger", grinst er mir von hinten ins Ohr. Er steht direkt hinter mir und drückt seinen Körper gegen meinen.
    
    "Wird hier jeder Besuch des Generals so empfangen?", schnauze ich ihn an. Diese Behandlung geht mir zu weit und, bevor er noch weiter geht, versuche ich ihn mit Autorität zu bremsen.
    
    Abrupt hält er in seiner Bewegung inne und macht hastig einen Schritt zurück. Offenbar habe ich einen wunden Punkt erwischt.
    
    "Oh Verzeihung!", sagt er beinahe ängstlich und nimmt hastig die Hände von mir.
    
    "Sollte ich?", frage ich.
    
    Da ich mich inzwischen zu ihm umgedreht habe, kann ich ihm genau in die Augen blicken und erkenne Angst. Er hat sich auch einen zweiten Schritt von mir ...
    ... entfernt und ist mir nicht mehr so nahe. Ich ziehe die rechte Augenbraue nach oben.
    
    "Ist ein solches Verhalten korrekt?", schnauze ich ihn erneut an.
    
    "Nein, natürlich nicht. Ich bitte ehrlich um Verzeihung. Ich habe vergessen, dass sie den General besuchen. Ihre Schönheit hat mich abgelenkt. Ich war nicht mehr Herr meines Verstandes."
    
    Er hat inzwischen einen weiteren, dritten Schritt zurück gemacht und blickt drein, wie ein begossener Pudel. Dass er sich immer weiter entfernt, lässt mich vermuten, dass er sich in seiner Haut nicht mehr wohlfühlt. Irgendwie tut mir der Mann leid.
    
    "Bei der Freundin eines Kammeraden wäre es korrekt gewesen?", pampe ich ihn an.
    
    "Bei Untergebenen machen wir es öfters. Wir dürfen hier auch nur selten Frauenbesuch empfangen und sehen deshalb nicht viele", gibt er kleinlaut zu.
    
    "Ich will so etwas nie wieder erleben! Sag das auch deinen Kollegen. Auch die anderen Frauen, egal welchen Rang ihr Freund oder Mann hat, werden ab sofort in Ruhe gelassen."
    
    "Ja, natürlich."
    
    "Gut, dann sage ich nichts dem General und der Vorfall bleibt unter uns."
    
    "Danke!", antwortet er sichtlich erleichtert.
    
    Er öffnet die zweite Tür der Schleuse und wir können das Innere des Hauptkommandos betreten. Ihm scheint nicht aufgefallen zu sein, dass ich einen Befehlston angeschlagen habe, der mir genau genommen nicht zustehen würde. Aber diese Soldaten sind es gewohnt, von oben herab behandelt zu werden und Befehle zu empfangen. Sie hinterfragen wohl ...
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