1. Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... gegenüberliegenden Wand öffnet er eine Terrassentür, deren Scheiben nicht mehr vorhanden sind. Durch diese Tür gelangen wir ins Freie. Er hält nicht an und läuft einfach vom Haus weg.
    
    Erst einige Zeit später hält er an und blickt zurück. Das längliche Gebäude liegt im rechten Flügel sowie im Zentralbereich in Schutt und Asche. Diese Teile sind dem Erdboden gleichgemacht. Der linke Flügel, in dem wir uns aufgehalten haben, ist zu großen Teile eingestürzt, andere Bereiche sind schwer in Mitleidenschaft gezogen. Wir hatten unverschämtes Glück, nicht auch in den Tod gerissen worden zu sein..
    
    "Was ist hier nur passiert?", rätselt Olimov.
    
    "War das eine Bombe?"
    
    Natürlich spiele ich die Ahnungslose. Ich werde ihm garantiert nicht auf die Nase binden, dass ich das verursacht habe. Aber ich bin mit mir zufrieden, sehr sogar. Die Raketen müssen leicht rechts vom Zentralbereich eingeschlagen sein. Da sich die Offiziersmesse, in der wir uns aufgehalten haben, ganz links außen auf der vom Einschlag abgewandten Seite befunden hat, sind wir mit dem Leben davongekommen. Wer sich allerdings im getroffenen Teil befunden hat, der dürfte verletzt oder gar tot sein.
    
    "Das Zimmer des Kommandanten hats voll erwischt. Ich vermute, er ist tot", meint der Oberst. "Ich muss zum Kommando-U-Boot."
    
    "Zum was?", frage ich.
    
    "Die Flotte hat ein U-Boot, von dem aus im Krisenfall das Kommando über die gesamte Flotte übernommen werden kann. Ich muss dorthin."
    
    "Gehen sie nur", sage ich. ...
    ... "Ich komme zurecht."
    
    "Du kommst mit!", meint er bestimmt.
    
    "Ich?"
    
    "Ja, du!"
    
    "Und warum?"
    
    "Weil ich dich noch ficken muss."
    
    "Aber ich kann doch nicht auf ein Boot gehen? Ich bin doch nicht bei der Marine."
    
    "Das ist egal, du bist meine persönliche Adjutantin."
    
    "Wie komme ich dazu?"
    
    "Ich habe dich soeben dazu ernannt und jetzt komm!"
    
    "Und wenn ich mich weigere?"
    
    "Dann wirst du wegen Fahnenflucht erschossen."
    
    Er grinst dabei hämisch und nimmt mich am Arm. Ich bin derart perplex, dass ich mich hinter ihm herziehen lasse. Ich leiste keinen Widerstand, der vermutlich auch keinen Sinn gehabt hätte.
    
    Ich bin schockiert, dass der Mann in einem solchen Moment noch an Sex denken kann. Sein Vorgesetzter ist tot, er soll das Kommando übernehmen und er hat nichts besseres zu tun, als dafür zu sorgen, dass ich mit ihm mitkommen muss.
    
    Olimov läuft zum Strand und dann das Ufer entlang zu einem gut gesicherten Hafen. Als ihn die Wachleute erkennen, salutieren sie zackig und lassen uns durch. Einer der Männer mustert mich etwas skeptisch, traut sich aber nicht, seinem Vorgesetzten zu sagen, dass ich in diesem Bereich nicht zu suchen hätte. Anstandslos gelange ich damit auf das Gelände des zentralen Hafenbereiches der russischen Schwarzmeerflotte.
    
    Mein Begleiter hat inzwischen meinen Arm losgelassen. Ich folge ihm, da ich auf dem militärischen Gelände sowieso keine Chance hätte, zu entkommen. Mir bleibt nichts anderes übrig, als ihm zu folgen. Allerdings ...
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