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Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1
Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch
... frage ich mich, wie es mit mir weitergeht. Ich bin nun Teil der russischen Schwarzmeerflotte. Wir laufen einen langen Pier entlang und kommen zu einem im Wasser liegenden U-Boot. Ich wette, der größte Teil davon liegt unterhalb der Wasseroberfläche. Aber auch so sieht es bereits beeindruckend aus. Abrupt bleibt der Oberst stehen, schaut sich um und ruft einem Matrosen einen Befehl zu, der den Kopf aus einer Luke reckt. Ich nehme an, die Mannschaft war bereits durch den Raketeneinschlag alarmiert und hat nur darauf gewartet, dass jemand kommt, denn alle sind an Bord und scheinen nun noch auf Befehle zu warten. Wir gehen auf die Luke zu, Olimov hilft mir beim Einsteigen und klettert dann hinter mir die metallene Leiter hinab ins Innere des Bootes. "Luke schließen und auslaufen!", brüllt er. Sofort klettert ein Matrose nach oben und schließt die Luke. Währenddessen bemerke ich ein Vibrieren, das durch den gewaltigen Schiffskörper geht und höre dann leise das Geräusch von Motoren. Schließlich habe ich den Eindruck, als würden wir uns bewegen. "Wo ist die Brücke?", will Olimov wissen. Ein Matrose zeigt ihm den Weg und geht vor uns her durch schmale Gänge. Ich wundere mich zwar, warum er als Vizekommandant nicht weiß, wo auf diesem Boot die Brücke ist, aber einen Grund wird dies wohl haben. Wir erreichen schließlich einen größeren Raum voller Instrumente. Es muss die Brücke sein, der zentrale Raum, von dem aus das Schiff befehligt und gesteuert ...
... wird. Kapitel 14 Wenn ich der Uhr an der Wand glauben kann, befinden wir uns seit drei Stunden auf der Kommandobrücke. Olimov ist die ganze Zeit damit beschäftigt, über Funk die verschiedensten Leute zu kontaktieren. Er gibt auch Befehle und scheint voll in seinem Element zu sein. Ob das, was er macht Sinn gibt, kann ich nicht sagen. Mit Schiffen und U-Booten kenne ich mich nicht aus. Eine Spezialeinheit wird genau für diesen Bereich ausgebildet. Mich hat das Wasser nie sonderlich interessiert. Fliegen war mir deutlich wichtiger. Ich stehe zunächst einige Zeit nur neben dem Vizekommandanten und weiß nicht, was ich tun soll. Mir sagt auch keiner etwas. Olimov ist zu konzentriert und die anderen trauen sich wohl nicht, weil sie nicht wissen, wer ich bin. Nach einiger Zeit wird es mir zu blöd, setze mich auf einen kleinen Klappstuhl etwas abseits und warte geduldig ab. Endlich legt er das Funkgerät zur Seite und schaut sich um. Auch der Kommandant des U-Bootes bemerkt, dass der Oberst sich zurücklehnt. "Was ist passiert?" "Man weiß es nicht. Eine Bombe oder eine Rakete muss es gewesen sein." "Hat es Schäden gegeben?" "Das Gebäude ist in Teilen eingestürzt. Da ist nichts mehr zu retten, sagen sie." "Verletzte?" "Viele und einige Tote. Es ist die Rede von 32 Toten." "Und der Kommandant?" "General Semeronov ist unter den Toten. Er befand sich genau im Zentrum der Explosion." "Das ist schlimm!" Der Kommandant des U-Bootes ist sichtlich entsetzt. Ihm ...