1. Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... untersucht.
    
    "Das glaubst du doch selbst nicht. Die Kleine will sich nur aus der Affäre ziehen", kontert sein Vorgesetzter.
    
    Seine Hand massiert immer noch meinen Schritt. Es ist ihm egal, dass seine und unsere Leute genau mitbekommen, wie er mich demütigt. Erst nach einiger Zeit lässt er von mir ab.
    
    "Ab ins Boot ihr beiden!", fährt er mich und Viktor an.
    
    Wir gehorchen und steigen ins Schlauchboot. Weitere fünf Leute von uns werden auf Waffen untersucht und müssen ebenfalls einsteigen. Damit werden alle, die auf dem russischen U-Boot etwas zu sagen hatten, zum amerikanischen gebracht.
    
    Während der Kommandant mit uns kommt, bleibt der andere Mann zurück. Er untersucht unsere Matrosen einen nach den anderen auf Waffen. Sie sollen auf unserem Boot bleiben, um es zu steuern.
    
    Kaum bin ich auf dem amerikanischen U-Boot, werde ich von den anderen getrennt und in einen Raum gezerrt. Ich nehme an, es ist so etwas, wie die Offiziersmesse. Dort muss ich die Arme hinter den Rücken nehmen und werde mit Handschellen an eine Stange gekettet, die an der Wand vom Boden bis zur Decke verläuft.
    
    Sie hat irgendeine Aufgabe, ich weiß nur nicht genau welche. Es ist kein Rohr, das hätte ich eventuell noch aus der Verankerung reißen können, aber diese Stange ist massiv und rührt sich keinen Millimeter, wenn ich daran rüttle. Gegen sie habe ich keine Chance und gebe sofort den Versuch auf, mich befreien zu wollen.
    
    Viktor und die anderen werden in andere Räume hingebracht. Ob auch ...
    ... sie getrennt und angekettet werden, kann ich nicht sagen. Das bekomme ich nicht mehr mit.
    
    Sobald ich fixiert bin, verlassen die Männer den Raum. Ich bleibe daraufhin längere Zeit allein. Ich nehme an, der Kommandant hat dies angeordnet und hat auch irgendwelche Pläne mit mir, Pläne, die mir vermutlich nicht gefallen werden.
    
    Ich bin aber auch ein Pechvogel. Bei den Russen werde ich auf ein U-Boot verschleppt und die Amerikaner halten mich für eine Russin. Zu Hause hingegen geht man vermutlich davon aus, dass ich tot bin. Seit ich meinen Auftrag erhalten habe, hat sich mein Leben immer wieder geändert, radikal verändert.
    
    Dass ich zu Hause für tot gehalten werde ist kein Wunder. Da ich mich nach dem Raketeneinschlag im Hauptquartier der Schwarzmeerflotte nicht mehr gemeldet habe, weil ich es nicht mehr konnte, wird Ekaterina mit Sicherheit davon ausgehen, dass es mich dabei erwischt hat. Sie wusste, dass ich an besagtem Abend dort sein würde.
    
    Stattdessen bin ich gefangen auf einem amerikanischen U-Boot. Hier wird mich bestimmt keiner suchen. Ich kann nur sagen, die Lage ist beschissen. Die Amies halten mich für eine Russin und der Kommandant scheint ein echtes Schwein zu sein.
    
    Schon wie er mich vorhin nach Waffen abgesucht hat, war völlig daneben. Ein solches Verhalten verstößt eindeutig gegen alle Konventionen. Aber wen kümmerts. Wir befinden uns weit weg von allen Aufsichtsbehörden oder Organisationen. Hier gilt ausschließlich das, was der Kommandanten bestimmt. ...
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