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Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1
Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch
... fragen, warum wir sie in die USA bringen", meint der Rear Admiral. Er scheint hier das Sagen zu haben. "In der Tat. Warum werde ich nicht zurück in meine Heimat gebracht?" "Das ist mit ihrem Präsidenten und ihren Vorgesetzten abgesprochen. Wir würden sie bitten in die USA zu kommen, um uns Informationen über die russische Seite zu geben. Außerdem würden wir sie zur Beraterin des Außenministeriums für alle Angelegenheiten rund um die Ukraine ernennen." "Ich soll beraten? Ich weiß doch nicht viel." "Das kann schon sein. Aber die Russen haben mindestens genauso viel Respekt vor ihnen, wie unser Verteidigungsminister ihr Fan ist. Sie haben der gegnerischen Seite schwere Schläge zugefügt. Sie haben das geschafft, was vor ihnen niemand für möglich gehalten hätte." "So schwierig war das auch wieder nicht. Das hätte jemand anderes auch geschafft." "Für sie vielleicht, war es nicht so schwierig, andere haben das, was sie gemacht haben, immer für unmöglich gehalten." "Ich hatte Glück." "Das braucht es auch, aber solche Erfolge kommen nicht von ungefähr." "Ich bin also zur Abschreckung oder Provokation gedacht. Ich bin eine Trophäe", grinse ich. "So in etwa", lacht nun auch der Rear Admiral. Es entsteht eine kleine Pause. Mir fällt eine junge Frau auf, die in der Ecke steht. Sie muss eine einfache Soldatin sein oder einen nur niederen Dienstgrad bekleiden. So genau kann ich das von meinem Platz aus nicht erkennen. Wenn ich mir die junge Frau, die ...
... ausgesprochen hübsch ist, so anschaue, kommt mir wieder in den Sinn, dass ich mir noch etwas vorgenommen habe. "Ich hätte eine Bitte", sage ich. "Das wäre?" "Ich würde darum bitten, dass Lieutenant George Ferrigan zum Commander befördert wird und auf diese Weise das Kommando auf dem U-Boot, das mich an Bord genommen hat, übernimmt." Alle schauen mich betreten an. George jedoch dreht sich zu mir um und starrt mich an, als würde ich nicht mehr ganz bei Sinnen sein. "Das ist eine ungewöhnliche Bitte." "Ich habe meine Gründe." "Mir ist nicht klar, ob ich dieser Bitte so einfach stattgeben kann." "Ich kann auch den Verteidigungsminister fragen? Ich denke, in den USA werde ich ihm begegnen. Dann werde ich ihm allerdings auch erklären müssen, warum ich eine so ungewöhnliche Bitte äußere und das könnte dann auch für sie unangenehm werden", sage ich entschlossen. Mein Blick bohrt sich in jenen des Rear Admirals. Meine Augen sind verengt. Es muss aussehen, als würde ich lauernd abwarten, wie er sich entscheidet. "Was sind diese Gründe?", will er wissen. "Besser, sie wissen es nicht." "Ich muss eine solche Beförderung aber rechtfertigen." "Seine Verdienste um meine Rettung." "Ich dachte das war der Kommandant des U-Bootes." "Der hat es für sich reklamiert. Der wahre Held war Lieutenant Ferrigan." "Ihnen ist schon klar, dass sie zwar vom Dienstgrad über mir stehen, dass sie aber einer anderen Nation angehören." "Das ist mir durchaus klar. ...