1. Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... Deshalb habe ich es als Bitte formuliert und ihnen keinen Befehl erteilt."
    
    "Kann ich dich einen Moment sprechen?", flüstert mir George zu.
    
    "Wir müssen nur kurz reden. Inzwischen können sie überlegen", sage ich zum Rear Admiral.
    
    Ich stehe auf und George tut es mir gleich. Ich gehe in eine Ecke des Raumes und er folgt mir.
    
    "Warum diese Beförderung?"
    
    "Hast du gesehen, wie lüstern mich der Rear Admiral gemustert hat, als ich aus dem Heli geklettert bin? Er hat mich mit den Augen beinahe ausgezogen."
    
    "Ja und?"
    
    "Glaubst du, dieser Mann unternimmt etwas gegen das Verhalten der Mannschaft an Bord des U-Bootes, wenn ich einmal weg bin, weit weg in den USA?"
    
    "Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Wenn du mich jetzt aber danach fragst, so muss ich dir zustimmen."
    
    "Siehst du. Deshalb möchte ich, dass du befördert wirst. Du bist ein guter Mann. Du wirst alles unternehmen, was auf dem Boot notwendig ist, und noch einiges darüber hinaus."
    
    "Was soll das sein?"
    
    "Du wirst Karriere machen und aufsteigen. Du wirst zunehmend mehr Verantwortung übernehmen und damit auch immer mehr Einfluss darauf haben, dass sich die Offiziere korrekt verhalten."
    
    "Es sind wohl nur einige schwarze Schafe dabei."
    
    "Das kann schon sein. Aber sie müssen auf die richtige Bahn gebracht oder aussortiert werden. Schau dir das Mädchen dort drüben an. Wenn sie auf euer U-Boot versetzt wird und kein Wechsel im Kommando erfolgt, kannst du dir in etwa ausmalen, was sie ...
    ... durchmachen wird?"
    
    Nachdenklich schaut George zur jungen Frau hinüber. Dann wandert sein Blick wieder zu mir.
    
    "Danke, dass du so viel Vertrauen in mich hast."
    
    "Du hast bewiesen, dass du es wert bist, dass ich Vertrauen in dich habe. Du hast von dir aus nachgefragt, ob ich die bin, die ich angegeben habe, zu sein. Nur du hast mich damit davor bewahrt, dass die anderen mit mir machen konnten, was sie geplant hatten."
    
    "Aber das war doch meine Pflicht."
    
    "Ohne Anweisung deines Vorgesetzten?"
    
    "Ich dachte, es wäre auch in seinem Sinn."
    
    "Du hast seine Pläne arg durchkreuzt", grinse ich.
    
    "Im Endeffekt schon", grinst nun auch er.
    
    "Sind wir uns einig?"
    
    "Ja, danke."
    
    "Du hast es dir verdient."
    
    "Und wenn er sich dagegen entscheidet?"
    
    "Dann treffe ich in den nächsten Tagen den Verteidigungsminister", grinse ich.
    
    "Du lässt nicht locker?"
    
    "Niemals, wenn ich von einer Sache überzeugt bin."
    
    Mit diesen Worten drehe ich mich wieder um und kehre zu meinem Stuhl zurück. Auch George kommt mir hinterher. Wir setzen uns und ich schaue den Rear Admiral fragend an.
    
    "Ja, ja, schon gut. Ich lasse gerade die Beförderungsurkunde vorbereiten."
    
    "Danke. Sie haben keine Ahnung, welche Freude sie mir damit bereiten und welchen Dienst sie damit ihrem Land erweisen."
    
    "Bis die Unterlagen vorbereitet sind machen wir weiter. Mia, komm her!"
    
    Die junge Frau strafft ihre Haltung und kommt zackig zu uns herüber. Sie hält dabei eine Sporttasche in der Hand.
    
    "Ich habe ...
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