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Planet der Scharfen 16
Datum: 20.05.2026, Kategorien: Sci-Fi & Fantasy,
... entfernt sind, können wir beide hören, dass es zwei sind. Ich kann sogar 'sehen', dass es sich um Lisa und Sina handelt, und dass sie finden, es sei Zeit zum Melken: «Das sind die Leitauen der Herde, die wir hierhergebracht haben.» «Was sind 'Leitauen'? Nicole hat das Wort gestern schon verwendet, aber wir hatten keine Zeit zum Fragen.» «Du warst scharf darauf, mich in dein Waldhaus zu entführen.» Statt eine Antwort gibt mir Ema einen langen Zungenkuss. Mann, die Frau ist schon wieder scharf und macht mich schon wieder scharf. Wir beherrschen uns jedoch beide. Da merke ich, dass Ema schon wieder ein Spiel veranstaltet: Wer kann den anderen so scharf machen, dass er sich nicht mehr zurückhalten kann? Ich konzentriere mich auf die Frage, die sie gestellt hat: «Eine Leitaue ist bei den Schafen wie Ortsvorsteherinnen bei Euch. Hast Du zwei Trinkgefässe, die wir zu den Schafen mitnehmen können?» Ema wählt zwei von den Krügen, die wir am Abend ausgetrunken haben. Da ich es etwas eilig habe, denke ich nicht lange darüber nach, sondern packe die beiden Krüge, verlasse die Blockhütte und das Gebüsch, in welchem diese versteckt ist. Ema folgt mir, etwas verwirrt, aber ohne zu fragen. Sie kann mir 'ansehen', was ich will. Draussen werde ich ziemlich stürmisch von den beiden Tieren begrüsst, Sie schaffen es, meine Wangen gleichzeitig zu lecken. Ich aber will mich auf ein Tier nach dem anderen konzentrieren, damit Ema Gelegenheit hat, die Ausstrahlungen mit den Namen zu ...
... assoziieren: «Liebe Lisa, Ema möchte lernen, wie man Eure Milch in ein Gefäss bekommt. Ema, das ist Lisa und das ist Sina. Sina, willst Du, dass ich Dich melke?» Dabei kraule ich jeweils den Hals des angesprochenen Tieres. Sie macht es mir nach. So kann sich Ema die Ausstrahlung des betreffenden Tieres am besten merken. Die Tiere lieben es über alle Massen, am Hals gekrault zu werden. Sie bedanken sich mit weiteren 'Schafküssen', indem sie unsere Wangen lecken. Die Schafe 'lesen' meine Wünsche schneller als ich sie in Worte fassen kann. Das kann die fähige Ema sofort erkennen. Ihre Augen glänzen: «Du fickst nicht nur wie kein Zweiter, Du kannst auch noch mit Tieren. Bisher war ich die Einzige, die mit Hühnern spricht. Diese Schafe scheinen aber viel besser zu verstehen. Sie freuen sich sehr! Ich freue mich auch. Darf ich jetzt lernen, wie man ihre Milch in einen Krug bringt?» Ich hebe die Krüge auf, die ich beiseitegestellt habe, drücke einen davon Ema in die Hand und zeige meinen Sina. Beide Schafe stellen sich von selbst so hin, dass wir sie kniend melken können. Ema schaut mir einen Moment zu, dann tut sie es mir gleich. Sie ist vom ersten Moment an so geschickt, dass ich staune. Ema bemerkt mein Staunen und erklärt wie nebenbei: «Ich habe meinem Körper gesagt, er solle Deinen Körper fragen, wie man das macht.» Als der Milchfluss versiegt, verabschieden wir uns von den Schafen, die noch kurz blöken und dann davontraben. Wieder in der Blockhütte trinken wir ...